Kanton St. Gallen fördert vier Filmschaffende mit je 15'000 Franken
Vier Filmschaffende haben am Mittwochabend je 15'000 Franken vom Kanton St. Gallen erhalten. Das Geld soll ihnen helfen, ihre Filmidee weiter auszuarbeiten und zu konkretisieren. Im besten Fall laufen die Filme, die alle einen Bezug zum Kanton haben, dereinst in den Kinos.

Die St. Galler Filmförderung bewertete in diesem Jahr 19 eingereichte Projekte. «Vier besonders überzeugende» Filmideen sind am Mittwochabend im Kinok St. Gallen ausgezeichnet worden, heisst es in einer Mitteilung des kantonalen Innendepartements.
Unter den Prämierten ist etwa der Melser Filmschaffende und Drehbuchautor Lucas Ackermann. Seine fiktive Mystery-Geschichte «Föhnfieber» erzählt gemäss Mitteilung wie die Denkmalpflegerin Anne-Marie Walser in ein entlegenes Tal im Sarganserland geschickt wird, um einen Riss in der Dorfkapelle zu begutachten. Mit ihrer Ankunft setzt ein Jahrhundert-Föhnsturm ein, der am Gletscher die Leiche der vor dreissig Jahren verstorbenen Jugendlichen Franzi freilegt.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Jonas Schürch aus Steffisburg BE. Sein «Colori del Silenzio» widmet sich einem Sohn italienischer Eltern, der im ärmlichen St. Galler Rheintal aufwächst. Zu den weiteren Prämierten gehören Dominik Bernet aus Rorschach SG und Leo Graf aus Bühler AR.
Seit 2017 führt der Kanton St. Gallen alle zwei Jahre einen solchen Treatment-Wettbewerb durch. Damit sollen spezifischen st. gallischen Themen und Locations zu mehr Sichtbarkeit verholfen werden und die monate- bis jahrelange Entwicklungszeit von Filmen unterstützt werden, heisst es im Communiqué weiter.
Als Paradebeispiel wird «Friedas Fall» von Michèle Minelli angeführt. Das Treatment dafür wurde 2017 für die Förderung ausgewählt. Im September 2023 fanden die Dreharbeiten statt, 2025 kam der Film in die Kinos.










