Kanton Neuenburg verbietet pyrotechnische Gegenstände
Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS verbietet nun auch der Kanton Neuenburg alle pyrotechnischen Gegenstände in geschlossenen Räumen öffentlicher Einrichtungen. Zuvor hatten bereits das Wallis, der Jura, das Tessin, Waadt und Genf solche Verbote ausgesprochen.

Die Massnahmen wurden am Freitag vom Staatsrat als Antwort auf eine Frage des FDP-Abgeordneten Blaise Courvoisier bekannt gegeben. Die Exekutive ordnete zudem zusätzliche Schnellkontrollen der Einrichtungen mit dem höchsten Risiko an. Gleichzeitig leitete sie eine Analyse zur Verbesserung der Sicherheit ein. Kerzen und Geräte mit LEDs sind hingegen weiterhin zulässig.
Die Regierung strebt eine Verschärfung der Kontrollen von Risikobetrieben durch die Gemeinden alle zwei Jahre und von Betrieben mit mittlerem Risiko alle vier Jahre an. «Durch regelmässige Kontrollen kann überprüft werden, ob die Betriebsbedingungen weiterhin sicher sind», heisst es in ihrer Antwort.
Der Staatsrat erwähnt ausserdem eine obligatorische Überwachung der Brandschutzkontrollen der Gemeinden, die dem Kanton, in diesem Fall der Kantonalen Versicherungs- und Präventionsanstalt, vorgelegt werden müssen. «Diese Überwachung wird eine ordnungsgemässe Kontrolle von Einrichtungen mit hohem Risiko gewährleisten», heisst es in der Stellungnahme.
Darüber hinaus gibt die Kantonsregierung bekannt, dass sie im Jahr 2026 Bars, Clubs und Diskotheken durch die Gemeinden kontrollieren lassen will. Sie möchte zudem Anfang 2027 eine erste Bestandesaufnahme durchführen, um festzustellen, ob zusätzliche Massnahmen erforderlich sind oder ob es sogar eine neue Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen Kanton und Gemeinden braucht.










