Kanton Jura erwartet 2027 ein Defizit von 1,7 Millionen Franken
Der Kanton Jura budgetiert für 2027 ein Defizit von 1,7 Millionen Franken. Der Lohnabzug beim Staatspersonal fällt weg, die Firmensteuern sinken erneut.

Für das Jahr 2027 rechnet der Kanton Jura mit einem Minus von 1,7 Millionen Franken. Man wolle trotz anspruchsvoller Bedingungen die Finanzen im Griff behalten und in die Zukunft des Jura investieren, sagte Finanzministerin Rosalie Beuret Siess (SP) am Donnerstag.
Im Budget für das nächste Jahr wird der Lohnabzug von 1,9 Prozent für das Staatspersonal abgeschafft, und zum zweiten Mal in Folge werden die Steuern auf Unternehmensgewinne reduziert, wie es hiess.
Zudem würden erstmals 13 Millionen aus dem Finanzausgleich für Moutier erwartet, und der Übertritt der Gemeinde vom Kanton Bern in den Kanton Jura habe keine Auswirkungen auf das Defizit, unterstrich die Regierung.
Für einen Lichtblick sorgte am Donnerstagabend der Kanton Genf: Er wird dem Kanton Jura zwischen 2027 und 2031 im Rahmen des Übertritts von Moutier 22,6 Millionen Franken zahlen. Der Grosse Rat verabschiedete einen Gesetzesentwurf, der diese finanzielle Unterstützung auf 4,5 Millionen Franken pro Jahr festlegt.
Im vergangenen Jahr hatte Jura einen kleinen Überschuss von 400'000 Franken erwirtschaftet. Für das laufende Jahr war Ende 2025 ein Defizit von 16,2 Millionen Franken budgetiert worden.










