Jüngere wollen eher Bildschirmzeit reduzieren als Ältere
Junge Menschen sehnen sich zunehmend nach weniger Bildschirmzeit. Eine Umfrage zeigt: Der bewusste Handyverzicht soll das Wohlbefinden stärken.

Das Wichtigste in Kürze
- Jede zweite befragte Person möchte weniger Zeit am Bildschirm verbringen.
- Besonders ausgeprägt ist der Wunsch nach Digital-Pausen bei der Gen Z und den Millennials.
- Viele verbinden intensive Online-Zeit mit Stress, Einsamkeit und Überforderung.
Das Smartphone gehört für die meisten Menschen zum Alltag.
Doch immer mehr Menschen stellen ihren digitalen Konsum infrage. Eine US-Umfrage zeigt, dass besonders jüngere Generationen bewusst weniger Zeit vor Bildschirmen verbringen möchten. Das Ziel: sich mental besser zu fühlen.
Durchgeführt wurde die Befragung von Talker Research im Auftrag von ThriftBooks. Insgesamt nahmen 2000 Erwachsene aus den USA teil.
Das Ergebnis: Rund 50 Prozent der Befragten gaben an, ihre Bildschirmzeit gezielt reduzieren zu wollen. Vor allem aus Gründen des Wohlbefindens.
Jüngere Generationen setzen stärker auf Digital-Detox
Deutlich wird dabei ein Altersunterschied. Während 63 Prozent der Generation Z angeben, bewusst auf Bildschirmzeit verzichten zu wollen, sind es bei den Millennials 57 Prozent.
Bei der Generation X sinkt der Wert auf 42 Prozent, bei den Babyboomern sogar auf nur 29 Prozent.

Auch feste Regeln zur Handynutzung sind bei Jüngeren verbreiteter. Mehr als die Hälfte der Gen Z nutzt bereits klar definierte Bildschirmzeiten.
Bei den Millennials liegt der Anteil bei 43 Prozent. Bei der Generation X bei 33 Prozent und bei den Babyboomern bei 22 Prozent.
Bildschirmzeit belastet viele psychisch
Zu viel Zeit vor dem Bildschirm bleibt für viele nicht ohne Folgen. Ein Viertel der Befragten fühlt sich dadurch überfordert.
Weitere 22 Prozent berichten von Ängsten, 18 Prozent von Gereiztheit und 19 Prozent von Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben.
Auffällig ist zudem: Rund 70 Prozent der Online-Zeit wird von den Teilnehmenden mit Gefühlen von Einsamkeit und Entfremdung verbunden. Nicht mit echter Nähe oder Verbundenheit.
Offline-Zeit soll produktiver und persönlicher machen
Auf die Frage nach den Gründen für den Handyverzicht nannten 42 Prozent das Gefühl, ohne digitale Ablenkung produktiver zu sein. Ein Drittel der Befragten möchte zudem präsenter für Familie und Freunde sein.
«Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen den Wert von Offline-Zeit stärker erkennen als je zuvor», wird Studienleiterin Barbara Hagen zitiert.
Viele wollen sich wieder mehr analogen Tätigkeiten widmen. Etwa dem Schreiben von Notizen oder dem Lesen. Knapp 70 Prozent gaben an, im Jahr 2026 häufiger zu Büchern greifen zu wollen.











