Am Filmfestival in Locarno zeigt Loïc Hobi seinen Film «The Life Underground». Der Neuenburger Regisseur könnte im Tessin den Preis Pardi di domani gewinnen.
Locarno Filmfestival
Menschen am Filmfestival in Locarno 2021. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Loïc Hobi darf am Festival in Locarno seinen ersten Kurzfilm vorstellen.
  • «The Life Underground» ist in der Kategorie Pardi di domani nominiert.
  • Es sei eindrücklich, seine Produktion so zu präsentieren, sagt der Neuenburger Regisseur.

Der 24-jährige Neuenburger Regisseur Loïc Hobi präsentiert am 74. Locarno Film Festival «The Life Underground». Sein erster Kurzfilm ist in der Kategorie Pardi di domani für einen Preis nominiert. Er erzählt die Geschichte eines Teenagers, der eine gefährliche Herausforderung annimmt, um seine Freunde zu beeindrucken.

Es sei sehr eindrücklich, den Film in diesem Rahmen vorzustellen. Das sagte der junge Filmemacher im Interview mit dem Neuenburger Regionalradio RTN: «Gleichzeitig ist es ein grosser Stress, weil alle Augen auf Locarno gerichtet sind.»

In Lausanne und Neuenburg gedreht

Der Film wurde im September 2020 gedreht und im vergangenen Juli auf die Schnelle fertiggestellt: «Als ich erfuhr, dass wir ausgewählt worden waren, hatte ich auf einmal eine Deadline», so Hobi. «Und so haben wir die Nächte durchgemacht, um alles fertigzustellen.»

Der Film, der in der Metro spielt, wurde in Lausanne und Neuenburg gedreht. Dabei dienten die alten Littorail-Züge dazu, eine Metro nachzustellen. «Wir haben drinnen gefilmt und dann die Bahn mithilfe von Spezialeffekten durch einen Tunnel in Lausanne fahren lassen. So entsteht eine Art Universal-Metro, die niemand genau einordnen kann.»

Film läuft noch bis Donnerstag in Locarno

Loïc Hobi hat in Paris studiert. Die Idee zum Film sei während der Metro-Fahrten entstanden: «Ich wollte einen Ort zwischen Schule und Zuhause zeigen, an dem Jugendliche ohne elterliche Autorität sind. An dem sie einander begegnen und ihre ersten sentimentalen Erfahrungen machen.»

Der von Radio Télévision Suisse (RTS) koproduzierte Kurzfilm ist in Schwarz-Weiss gedreht. Er läuft noch bis und mit Donnerstag am Locarno Film Festival. Die Gewinnerinnen und Gewinner aller Wettbewerbskategorien werden am Samstag bekannt gegeben.

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