Der oberste Impf-Verantwortliche in der Schweiz, Christoph Berger, spricht sich gegen Quarantäne-Pflicht bei Kindern aus. Eine Isolation sei nicht nötig.
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Christoph Berger ist Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Impf-Chef Christoph Berger will Quarantäne für Kinder abschaffen.
  • Ansteckungen unter Kindern seien kein Problem.
  • Ein geregelter Alltag sei für Kinder das Wichtigste.

Die Quarantäne-Pflicht steckt aktuell ganze Klassen in Isolation. Dies sei aus der Sicht von Christoph Berger aber nicht mehr nötig, schreibt SRF. Berger sagt, Ansteckungen unter Kindern seien kein Problem, es dürfe einfach nicht zu einem Kontakt mit einer gefährdeten Person kommen. Dies zu verhindern, liege in der Verantwortung der Eltern.

Die aktuelle Quarantäne-Regelung mache wenig Sinn, so Berger weiter. Die Krankheitsverläufe von Kindern, die sich mit Covid-19 infizieren, seien in der Regel asymptomatisch oder mild.

Long-Covid-Risiko tief

Die Universität Zürich hat zu den Erkrankungen von Kindern eine Studie erstellt. Es stellt sich heraus, dass nur zwei von hundert Kindern nach einer Corona-Ansteckung noch länger Beschwerden aufweisen.

Ob es bei den zwei Prozent Long Covid sei, ist nicht sicher. Doch sicher ist, dass fast allen Kindern nach der Krankheit schnell besser geht. Sie erholen sich gut, so Berger gegenüber SRF.

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