Nach wie vor sind aufgrund der Corona-Pandemie weniger Menschen mit dem Zug unterwegs. Dafür erlebt der Güterverkehr einen Aufschwung.
Corona Bahn
Die Corona-Pandemie raubt der Bahn immer noch die Passagiere. (Symbolbild) - SDA
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Corona-Pandemie wirkt sich nach wie vor auf die Anzahl Passagiere im Bahn-Verkehr aus.
  • Gleichzeitig nahm der Schienengüterverkehr gegenüber dem Vergleichsquartal 2019 zu.

Die Corona-Pandemie raubt der Bahn noch immer die Passagiere. Das zeigt das Personenverkehrsaufkommen über die Monate Juli, August und September, das sich noch nicht vollständig erholt hat. Anders der Güterverkehr auf der Schiene: der ist gewachsen.

Der Schienengüterverkehr hat gegenüber dem Vergleichsquartal 2019 um 0,7 Prozent zugenommen. Dies schreibt der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr Litra in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Güterverkehr
Ein Güterzug auf Schienen. (Symbolbild) - dpa

Gegenüber dem Vergleichsquartal im «Corona-Jahr» 2020 stieg die Verkehrsleistung um 5,6 Prozent von 2,8 auf 2,95 Milliarden Nettotonnenkilometer. Den Grund dafür sieht Litra in gesteigerten Verkehrsmengen im alpenquerenden Transitgüterverkehr.

Ausserdem wurde auf weniger beanspruchten Trassenkilometern eine höhere Nachfrage abgewickelt. Der Schienengüterverkehr sei also insgesamt effizienter geworden.

Nachfrage im Personenverkehr auf der Bahn geringer

Dem gegenüber steht ein weiterhin deutlicher Rückgang beim Personenverkehr: Zwar wurde das Angebot gemessen in Trassenkilometern um 2,7 Prozent ausgebaut verglichen mit dem Jahr 2019. Aber die Nachfrage ist gemessen in Personenkilometern noch immer um 27 Prozent kleiner als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019.

schweizerische bundesbahnen
Ein Zug der SBB. (Symbolbild) - Keystone

Die Auslastungszahlen der SBB zeigen nach Angaben von Litra ein ähnliches Bild: Die Züge im Regional- und Fernverkehr sind derzeit im Durchschnitt 30 Prozent weniger ausgelastet als 2019.

Bei der Untersuchung hat Litra im Personenverkehr das Aufkommen folgender Unternehmen untersucht: BLS, MGB, MOB, OeBB, RegionAlps, RhB, SBB, SBB GmbH, SOB, SZU, Thurbo, Tilo, TPF, TRAVYS, Zentralbahn. Beim Güterverkehr wurden berücksichtigt: BLS Cargo, DB Cargo,, RailCare, SBB Cargo, SBB Cargo International, TX Logistik, WRS.

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