Immer mehr Menschen arbeiten über das Pensionsalter hinaus
Die Schweiz wird immer älter – das zeigt sich auch im Arbeitsleben: Immer mehr Menschen hierzulande arbeiten über das Pensionsalter hinaus.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Zahl der Erwerbstätigen im Pensionsalter hat sich in der Schweiz mehr als verdoppelt.
- 2005 waren es noch 87'000 Personen, 2025 arbeiteten 220'000 Menschen länger.
- Wer länger arbeitet ist oft selbstständig und arbeitet tiefprozentig.
Die Zahl der Erwerbstätigen im Pensionsalter hat in der Schweiz in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen.
Gemäss aktuellen Zahlen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) hat sich der Anteil seit 2005 mehr als verdoppelt.
Vor 20 Jahren arbeiteten noch rund 87'000 Personen nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters. Bis 2025 stieg diese Zahl auf 220'000.
Zwölf Prozent arbeiten im Rentenalter noch
Damit liegt sie laut einer Auswertung der Finanznachrichtenagentur AWP heute bei rund dem Zweieinhalbfachen des Werts von 2005.
Der Anstieg spiegelt unter anderem die demografische Entwicklung wider.
Denn: Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer rücken zunehmend in die Altersgruppe der über 64-Jährigen nach. Diese wächst dadurch deutlich.
Gleichzeitig zeigt sich ein Trend zu längerer Erwerbstätigkeit im Alter: Derzeit gehen rund zwölf Prozent der über 64-Jährigen einer Arbeit nach. 2005 waren es nur sieben Prozent.
Die meisten Arbeitstätigen im Pensionsalter arbeiten tiefprozentig
Die Mitte April aktualisierte Statistik zeigt zudem, dass beide Geschlechter gleichermassen häufiger einer Erwerbstätigkeit nachgehen.
Mehr als die Hälfte der über 64-jährigen Vollzeitbeschäftigten ist selbständig tätig.
Die meisten arbeiten jedoch in einem Pensum von 50 Prozent oder weniger. Nur rund ein Siebtel ist vollzeitlich beschäftigt.
Insgesamt machen die Über-64-Jährigen 2025 4,5 Prozent der Erwerbstätigen aus. 2005 waren es mit 2,1 Prozent noch weniger als die Hälfte.












