Hitzetage: Ende Juni schon so viele wie sonst im ganzen Jahr
Ab dem heutigen Mittwoch schwitzt die Schweiz wegen einer Hitzewelle. Wegen ihrer langen Dauer könnte der Jahressoll an Hitzetagen schon im Juni erreicht sein.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Hitzewelle hat am heutigen Mittwoch die Schweiz erreicht.
- Sie soll bis mindestens Dienstag, möglicherweise aber auch bis Anfang Juli anhalten.
- Der Jahressoll an Hitzetagen könnte so bereits Ende des Monats erreicht sein.
Im Verlauf des heutigen Mittwochs erfasst sie die Schweiz: Die seit Tagen angekündigte Hitzewelle.
Sie kommt, um zu bleiben. Bis mindestens nächsten Dienstag soll sie anhalten und Rekorde zum Schmelzen bringen.
Sogar der bisherige Hitzerekord für den Juni könnte am kommenden Montag fallen. Denn: Es könnte dann lokal bis zu 38 (!) Grad heiss werden.
Doch die Hitze könnte auch über den Dienstag hinaus anhalten. Die nicht ganz so genauen Langzeitprognosen gehen gar von Hitze bis Anfang Juli aus.
Die Hitzewelle «ist extrem», erklärt deshalb auch SRF-Meteorologe Roman Brogli gegenüber dem Sender. «Vor allem, weil sie bereits im Juni kommt – und weil es schon im Mai eine längere Hitzeperiode gab.»
Durchschnittszahl an jährlichen Hitzetagen schon im Juni erreicht?
Er erwarte Temperaturen, die statistisch nur alle zwanzig bis hundert Jahre auftreten würden. Wobei, meint der Meteorologe: «Solche Hitzetage sind durch den Klimawandel mittlerweile wahrscheinlicher geworden.»
Dass es aber in der ersten Jahreshälfte im Flachland bereits so viele Hitzetage gegeben habe, sei «sehr ungewöhnlich».

Denn es könne deshalb sein, dass der Jahressoll an Hitzetagen im Flachland bereits Ende Juni erreicht sei. Grund dafür ist die lange andauernde Hitzewelle, die am heutigen Mittwoch ihren Anfang nimmt.
Doch wie viele Hitzetage sind die Norm?
Gibt es einen neuen Rekord-Hitzesommer?
Meteorologe Brogli erklärt, das sei von Region zu Region unterschiedlich. «In Bern zählt man im Durchschnitt rund neun Hitzetage pro Jahr.»
Tiefer sei diese Zahl in Glarus (sechs Hitzetage) oder in Zermatt mit nur 0,1 Hitzetagen pro Jahr. In Basel sei es derweil im Schnitt heisser. Dort komme man auf rund 14 Hitzetage.
Diese Zahlen könnten wegen der Hitzewelle nun bereits im Juni übertroffen werden. Es stellt sich die Frage, ob sich die Schweiz auf einen neuen Hitzesommer einstellen muss.
Im Jahrhundertsommer 2003 hätten Genf und Sion jeweils 50 Hitzetage gezählt, so Brogli. Dieser Rekord sei jedoch 2018 (41 Hitzetage in Sion) und 2022 (41 Hitzetage in Genf) beinahe gefallen.












