Wolf

    Gruppe Wolf kritisiert geplante Verordnung zu Wolfsabschüssen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Die Tierschutzorganisation bezieht Stellung gegen das revidierte Jagdgesetz, das den Abschuss von Wölfen erleichtern soll. Die Wolfsrisse seien rückläufig.

    wölfe wolf
    Ein Wolf schaut hinter einem Baum hervor. Die blutigen Bilder aus dem Aargau ersparen wir Ihnen. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/DPA/LINO MIRGELER

    Die Gruppe Wolf hat die vom Bundesrat vorgesehene Umsetzung des revidierten Jagdgesetzes im Rahmen einer neuen Verordnung zur proaktiven Regulierung des Wolfsbestandes durch die Kantone kritisiert. Die neue Wolfsregulierung schiesse über das Ziel hinaus. Das inhaltliche Vorgehen sei «fragwürdig», sagte der Geschäftsführer der Gruppe Wolf, David Gerke, in einem Interview in den «CH Media»-Zeitungen vom Montag.

    Wolfsbestand soll um 70 Prozent reduziert werden

    Mit der neuen Verordnung per Anfang Dezember will der Bundesrat das revidierte Jagdgesetz umsetzen. Der wachsende Wolfsbestand soll um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Die proaktive Regulierung der Wölfe in der Schweiz wurde im Rahmen der Revision des Jagdgesetzes mit Auflagen verbunden. Zum Beispiel muss vor einer proaktiven Regulierung der Wolfsbestände der Herdenschutz umgesetzt sein – und weiterhin ein Schaden durch Wolfsrisse drohen.

    Davon sei in der neuen Verordnung plötzlich keine Rede mehr, sagte Gerke. Man klammere das aktuelle Jahr aus, wo die Anzahl der Wolfsrisse in den betroffenen Kantonen dank Herdenschutzmassnahmen rückläufig sei. Dadurch, dass der Bund nicht dazu bereit sei, weiterhin ausreichende Mittel für den Herdenschutz zu sprechen, die er hier vom eingeschlagenen Kurs ab, sagte der Geschäftsführer der Tierschutzorganisation.

    Wolf Symbolbild
    Ein Wolf im Tierpark Goldau (Symbolbild) - Keystone

    Bereits Mitte 2023 seien die Kredite für wolfsabweisende Zäune und Herdenschutzhunde ausgeschöpft gewesen. Dies widerspreche dem Willen des Parlaments, das den Fokus auf den Herdenschutz gelegt habe.

    Über die neue Verordnung informierte der Bundesrat am 25. August. Bis zum 6. September haben Umweltverbände die Möglichkeit, Stellung dazu zu beziehen.

    Per 1. Juli dieses Jahres erleichtert der Bundesrat den Abschuss von Wölfen bereits mit der Inkraftsetzung der revidierten Jagdverordnung. Zuletzt hatte der Schweizerische Bauernverband im August die Kantone angesichts der raschen Ausbreitung des Wolfs zum Handeln aufgefordert.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    wolf
    28 Interaktionen
    Gegen den Wolf

    MEHR WOLF

    Wolf
    67 Interaktionen
    Schwer verletzt
    42 Interaktionen
    Zaun beschädigt
    Wolf
    103 Interaktionen
    Bei Wolfsangriff
    Wildtiere Zaun
    287 Interaktionen
    Ist Wolf schuld?

    MEHR AUS STADT BERN

    frau schreibt Prüfung
    1 Interaktionen
    Bern
    fcz
    14 Interaktionen
    Tätlichkeit gegen YB
    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    15 Interaktionen
    «Keine Feuerpferde»
    Tatjana Rothenbühler, Direktorin GastroBern.
    GastroBern-Direktorin