Erst ab 16: Briten wollen Social Media für Kinder verbieten

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Grossbritannien,

Premier Keir Starmer sagt, soziale Medien machten Kinder unglücklich. Kritiker zweifeln, ob sich ein Bann wirksam durchsetzen lässt.

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Dieses Bild soll in Grossbritannien bald der Vergangenheit angehören: Social Media soll es bald erst ab 16 Jahren geben. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Grossbritannien plant ein Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige.
  • Premier Starmer sagt: Soziale Medien machten Kinder unglücklich.
  • Auch Chats mit fremden Erwachsenen auf Gaming-Plattformen sollen strenger werden.

Die britische Regierung plant ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Premierminister Keir Starmer kündigte das Vorhaben in London an.

«Soziale Medien machen Kinder unglücklich», sagte er. Trotz möglicher Vorteile für Jugendliche sei ein Verbot wegen der Risiken richtig.

Grossbritannien folgt Australiens Vorbild

Grossbritannien folgt damit Australien. Dort gilt seit Dezember 2025 als erstem Land der Welt ein allgemeines Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige.

Starmer kündigte zudem strengere Regeln für Gaming- und Live-Streaming-Plattformen an. Fremde Erwachsene sollen Kinder dort nicht mehr über Chatfunktionen kontaktieren können.

Starmer
Soziale Medien machten Kinder unglücklich, sagt Keir Starmer, Premierminister von Grossbritannien. - keystone

Kritiker bezweifeln, dass ein solches Verbot wirksam durchgesetzt werden kann. In Australien nutzten viele Jugendliche weiter soziale Medien, etwa über VPN-Dienste oder Konten mit falschem Geburtsdatum.

Europa diskutiert ähnliche Einschränkungen

Auch in Europa wird über ähnliche Regeln diskutiert. Frankreich, Spanien, Griechenland, Norwegen und Österreich wollen Einschränkungen für Minderjährige gesetzlich festlegen.

Die EU steht dabei unter Druck, weil nur die EU-Kommission grosse Plattformbetreiber umfassend regulieren kann.

Braucht es ein Social-Media-Verbot für Kinder in der Schweiz?

In Deutschland prüft eine Expertenkommission mögliche Massnahmen. Bundesbildungsministerin Karin Prien von der CDU kündigte Empfehlungen für Ende Juni an. Sie sollen sich unter anderem an Schulen, Eltern, Kitas und Ärzte richten.

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Kommentare

User #4852 (nicht angemeldet)

Ein weiteres Land, welches kapiert hat, wo man ansetzen muss! Nur die Schweizer Behörden sehen da wieder keinen Handlungsbedarf. tsts

User #6338 (nicht angemeldet)

Großbritannien, wohin solls mit den Verboten denn gehen? Richtung Russland? Richtung Türkei? Richtung Nordkorea? Richtung China?

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