Graubünden will gefährliche Wölfe des Beverin-Rudels schiessen

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    Thusis,

    Im Graubünden kam es im Streifgebiet des Beverin-Rudels zu mehreren gefährlichen Vorfällen. Das Amt für Jagd und Fischerei fordert nun den Abschuss von Wölfen.

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    Ein Jäger mit seinem Gewehr. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zuletzt kam es zwischen einer Hirtin und Wölfen zu zwei gefährlichen Begegnungen.
    • Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden hat nun den Abschuss der Tiere beantragt.
    • Die Vorfälle ereigneten sich im Streifgebiet des Beverin-Rudels.

    Auf einer Alp am Schamserberg im Hinterrheintal ist es zwischen einer Hirtin und Wölfen zu zwei gefährlichen Begegnungen gekommen. Nun beantragt das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden den Abschuss von Wölfen aus dem Beverin-Rudel.

    Beim ersten Zwischenfall wollte die Hirtin mit einem Hirtenhund eine Weidefläche erkunden, wie der Kanton Graubünden am Mittwoch mitteilte. Plötzlich stand ein Wolf knurrend etwa zehn Meter hinter der Hirtin. Sie sprach den Wolf laut an, worauf das Tier davon zottelte.

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    Aktuell läuft die dritte Regulierungsphase für Wölfe. (Symbolbild) - keystone

    Eine Woche später wurde die Hirtin im gleichen Gebiet von drei Wölfen überrascht. Sie griffen den Hirtenhund an und entfernten sich erst, als die Hirtin erneut mit bestimmter Stimme auf sich aufmerksam machte. Die Hirtin und zwei Bauern beobachteten später am gleichen Ort fünf ausgewachsene Wölfe und mindestens sechs Welpen.

    Da sich die Vorfälle im Streifgebiet des Beverin-Rudels ereignet hätten, sei davon auszugehen, dass Wölfe aus diesem Rudel der Hirtin gefährlich begegnet seien. Die Bevölkerung am Schamserberg mache sich grosse Sorgen um die Sicherheit von Mensch und Tier, schreibt der Kanton.

    Beverin-Rudel riss mehrmals Schafe und Ziegen

    Das kantonale Amt für Jagd und Fischerei hat «wegen dieser beiden Ereignisse mit aggressivem Verhalten von Wölfen» beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) einen Antrag zum Abschuss von Wölfen des Beverin-Rudels gestellt. Auch drei verletzte Esel und zwei verletzte Rinder könnten zulasten dieses Rudels gehen.

    Einen Abschuss von Wölfen rechtfertige auch, dass im Streifgebiet des Beverin-Rudels zuletzt immer wieder Schafe und Ziegen in geschützten Herden von Wölfen gerissen wurden. Die Bündner Behörden «stellen besorgt fest», dass sich Wölfe vermehrt auch in Rinder- und Pferdeherden wagten.

    Die Entwicklung der verschiedenartigen Wolfsereignisse in den letzten Wochen zeige, dass «die gesetzlichen Vorgaben in den Bereichen Herdenschutz und Wolfsmanagement der sehr schnellen Wolfsentwicklung hinterherhinken», schreibt der Kanton. Dem müsse der Bund die Vorschriften zum Abschuss von Wölfen anpassen.

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