Gesundheitsexperte Felix Gutzwiller will Patientendaten besser für die Forschung verwenden. Ein Intensivstations-Patient erzeuge täglich 100 Gigabyte an Daten.
Der Gesundheitsexperte und ehemalige FDP-Ständerat  Felix Gutzwiller weibelt für die besser Nutzung von medizinischen Patientendaten für Wissenschaft und Forschung. «Der Datenfriedhof ist gross», sagte er im Interview mit der «NZZ am Sonntag». (Archivbild)
Der Gesundheitsexperte und ehemalige FDP-Ständerat Felix Gutzwiller weibelt für die besser Nutzung von medizinischen Patientendaten für Wissenschaft und Forschung. «Der Datenfriedhof ist gross», sagte er im Interview mit der «NZZ am Sonntag». (Archivbild) - sda - KEYSTONE/LUKAS LEHMANN
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Patient auf der Intensivstation erzeugt laut Felix Gutzwiller und 100 GB Daten pro Tag
  • Der Gesundheitsexperte will die Daten besser für die Wissenschaft und Forschung nutzen.
  • Tue man das nicht, verliere man mehrere Milliarden Franken pro Jahr.

Der Gesundheitsexperte und ehemalige FDP-Ständerat Felix Gutzwiller weibelt für die besser Nutzung von medizinischen Patientendaten für Wissenschaft und Forschung. «Der Datenfriedhof ist gross», sagte er im Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Ein einziger Patient auf der Intensivstation erzeuge pro Tag etwa 100 Gigabyte Daten. «Es wäre wichtig, dass man diese Daten nicht nur für die Überwachung des Patienten verwendet, sondern auch der Forschung und Innovation verfügbar macht», so der Stiftungsratsvorsitzende des Schweizerischen Instituts für Bioinformatik. Dafür brauche es eine Harmonisierung der Informatik.

Ergebnisse wären bessere Forschung und Entscheidungen sowie tiefere Kosten, glaubt Gutzwiller. Heute liege das wirtschaftliche Potential zudem brach: «Wir verlieren ein paar Milliarden Franken pro Jahr, davon bin ich überzeugt.»

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