Die Mehrheit der Kantone stellen sich hinter die vom Bundesrat am Mittwoch beschlossene vorsichtige und schrittweise Lockerung der Massnahmen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Nicht nachgekommen sei die Landesregierung aber der Forderung nach einer Öffnung der Gastro-Aussenbereiche, schreibt die Gesundheitsdirektorenkonferenz.
Bundesrat Alain Berset spricht während einer Medienkonferenz des Bundesrates zur aktuellen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus, am Mittwoch, 24. Februar 2021, in Bern. - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Indikatoren deuteten auf eine Entspannung der Lage, heisst es in einem Communiqué der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK).

Auch die Impfungen und das Testen von Personen ohne Symptome gäben Spielraum für eine vorsichtige Lockerung. Angesichts der fragilen Situation sei ein national abgestimmtes Vorgehen ohne kantonale Unterschiede angebracht.

Eine Öffnung der Aussenbereiche der Gastronomie hätte aber die Mehrheit der Kantone begrüsst. Das wäre angesichts des geringen Ansteckungsrisikos im Freien vertretbar gewesen, hält die GDK fest.

Die Mehrheit der Gesundheitskommission des Nationalrats will indessen Öffnungsdaten für Gastronomiebetriebe, Kultur- und Freizeitstätten am 22. März im Covid-19-Gesetz festschreiben. Das halten die Gesundheitsdirektoren und -direktorinnen nicht für zweckmässig.

Die Erfahrung mit der Pandemie zeige, dass die Strategie notfalls sehr schnell angepasst werden müsse. Diese Flexibilität verhindere der Vorschlag der Kommission. Das eidgenössische Parlament berät das Gesetz in der Frühlingssession.

Etwas weniger als die Hälfte der Kantone forderte in der Vernehmlassung einen schnelleren Rhythmus bei den Öffnungsschritten. Aus Sicht der GDK erfüllte der Bundesrat diese Forderung, indem er bereits am 22. März statt wie geplant am 1. April weitere Schritte in Aussicht stellt.

Ausdrücklich begrüsst die GDK die Lockerungen für Junge im Hinblick auf deren psychische Gesundheit und deren Bewegungsbedürfnis.

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