Nach dem Ständerat hat jetzt auch die zuständige Kommission des Nationalrats einem Gedenkort für Opfer des Nationalsozialismus zugestimmt.
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Das Bundeshaus in Bern. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der nächste Schritt zu einem Gedenkort für die Nationalsozialismus-Opfer wurde umgesetzt.
  • Die zuständige Nationalrats-Kommission heisst den Vorstoss gut.
  • Auch der Ständerat sprach sich dafür aus.

Die Gründung eines offiziellen Schweizer Gedenkorts für die Opfer des Nationalsozialismus kommt weiter voran. Nach dem Ständerat hat auch die zuständige Kommission des Nationalrats einen entsprechenden Vorstoss gutgeheissen.

Der Entscheid für die Annahme des Vorstosses ist in der Rechtskommission des Nationalrats (RK-N) einstimmig gefallen. So teilten die Parlamentsdienste am Freitag mit. In der Sommersession hatte bereits der Ständerat das Geschäft ohne Gegenstimme angenommen.

Eingereicht hatte die Motion der Zürcher SP-Ständerat Daniel Jositsch. Mitgetragen wird das Projekt von rund fünfzig Organisationen.

Soll Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus anregen

Fünf Organisationen reichten dem Bundesrat Ende Mai ein Konzept für einen offiziellen Schweizer Gedenkort ein. Die Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus sowie Solidarität und Zivilcourage soll laut den Organisationen zur Bewusstseinsbildung beitragen.

Insbesondere die nächste Generation soll zum kritischen Nachdenken über Ausgrenzung und Vorurteile gebracht werden. Über tausend Menschen mit einem Bezug zur Schweiz erlitten die Schrecken der Konzentrationslager. Mehr als 200 von ihnen starben in den Lagern.

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