Freiburger Standseilbahn wird umfassend saniert
Die historische Standseilbahn Neuveville-Saint-Pierre geht ab nächster Woche in die gesetzlich vorgeschriebene Generalrevision. Die Arbeiten dauern bis Anfang Dezember, wie die Freiburgischen Verkehrsbetriebe am Dienstag mitgeteilt haben.

Fachleute heben die beiden Wagen für die Überholung mit einem Kran von den Schienen. Anschliessend transportieren sie die Kabinen in eine spezialisierte Werkstatt im bernischen Uetendorf, wie die Verkehrsbetriebe weiter schrieben. Der Betrieb steht vom 27. August bis am 4. Dezember still.
In der Werkstatt prüfen Spezialisten sicherheitsrelevante Bauteile wie Achsen und Bremsen auf Risse oder Verschleiss. Zudem erhalten die beiden Wagen in einer weiteren Werkstatt eine komplett neue Lackierung.
Parallel dazu untersucht ein Fachbüro die Infrastruktur der Seilbahn vor Ort in Freiburg. Die Talstation und die Bergstation werden restauriert. Die Kosten für die Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Franken. Reisende können auf eine Buslinie ausweichen.
Die Freiburger Standseilbahn gehört zu den letzten sieben Anlagen in Europa, die mit Wasserballast betrieben werden, wie es weiter hiess. Als Antrieb nutzt das Gefährt Abwasser aus dem Neustadt-Quartier. Die Fahrstrecke beträgt 126,4 Meter bei einer Steigung von 56,4 Metern. Das sogenannte «Funi» befördert jährlich rund 200'000 Personen.






