Groupe E spricht nach Konsultation zwölf Kündigungen aus
Der Freiburger Energiekonzern Groupe E spricht im Zuge seiner Reorganisation zwölf Kündigungen aus. Neun davon betreffen Kaderangestellte. Damit steht nach Abschluss des Konsultationsverfahrens das definitive Ausmass des Stellenabbaus fest.

Ende Juni hatte Groupe E die Reorganisation angekündigt und auf mögliche Auswirkungen auf die Beschäftigten hingewiesen, die genaue Zahl der Kündigungen aber noch offengelassen. Nach der Konsultation der Personalvertretung und der Sozialpartner sowie der Prüfung individueller Lösungen seien nun zwölf Kündigungen definitiv, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
Die Betroffenen erhalten Leistungen aus dem bestehenden Sozialplan und werden unter anderem bei der Stellensuche unterstützt.
Die neue Organisation tritt Anfang 2027 in Kraft. Groupe E reduziert die Zahl der Direktionen von neun auf sechs. Damit will der Energiekonzern die Strukturen straffen, Entscheidungswege verkürzen und Synergien nutzen.
Groupe E begründet den Umbau mit den Veränderungen im Energiesektor und dem zunehmenden Druck auf die Effizienz. Gleichzeitig wolle das Unternehmen seine Investitionsfähigkeit für die Energiewende erhalten.
Generaldirektor Alain Sapin bezeichnete die Anpassung als notwendig, damit Groupe E ihr Engagement für die Energiewende fortsetzen könne. Das Unternehmen sei sich zugleich der Auswirkungen der Kündigungen bewusst und wolle die Betroffenen «fair und verantwortungsvoll» begleiten.
Der Freiburger Energieversorger hatte bereits im Vorjahr einen Abbau von über 180 Stellen angekündigt. Begründet hatte Groupe E die Sparmassnahmen mit der «schwierigen Marktentwicklung».
Der Umsatz war 2025 um 18 Prozent auf 864 Millionen Franken geschrumpft. Nach aktuellen Angaben beschäftigt die Gruppe derzeit 2250 Mitarbeitende und 200 Lernende.










