Forelle ist der Fisch des Jahres 2020

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Fisch des Jahres 2020 ist die Forelle. Dies erklärte der Fischerei-Verband. Damit will er auf den bedrohten Lebensraum der Art aufmerksam machen.

    Forellen
    Laut dem Kanton Waadt zeigen Forellen und Hechte in den Seen der Romandie zu hohe PFAS-Werte. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Forelle ist Fisch des Jahres 2020.
    • Der Fischerei-Verband will auf den bedrohten Lebensraum der Tierart aufmerksam machen.

    Die Forelle ist Fisch des Jahres 2020. Der Schweizerische Fischerei-Verband will mit der Wahl darauf hinweisen, dass der Lebensraum des häufigsten und anpassungsfähigen Schweizer Fisches bedroht ist. Politik und Gesellschaft stünden in der Verantwortung, schreibt er.

    Gewässerverschmutzung und verbaute Bäche

    Der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV) macht in seiner Mitteilung «sieben Todsünden» aus, die die Forelle zum vom Aussterben bedrohten Fisch machen.

    Er nennt dabei gestaute und verbaute Bäche und Flüsse, Beeinträchtigungen durch die Nutzung des Wassers und Gewässerverschmutzung.

    Klimawandel setzt Forelle zu

    Aber auch der Klimawandel mit zu warmem, zu wenig oder keinem Wasser oder aber klimabedingte Krankheiten setzen den Forellen zu. Der Fischerei-Verband kritisiert zudem den «zu einseitigen Schutz» von Fisch fressenden Vögeln wie Graureihern, Kormoranen und Gänsesägern.

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    Die aufgewirbelten Sedimente beschädigen die Kiemen der Forellen. - Schweizerischer Fischerei-Verband

    Kritisiert wird auch der künstliche Besatz der Gewässer mit Atlantischen Forellen in den vergangenen Jahren. Ursprüngliche und lokale Forellen würden von diesen Forellen verdrängt.

    Fünf Hauptarten

    In der Schweiz gibt es fünf Hauptarten von Forellen: Atlantische Forelle (Rhein/Obere Rhone/Genfersee), Donauforelle (Inn/Graubünden), Doubs- oder Zebraforelle (Doubs und Rhone ), Marmorataforelle und Trota Fario (Etsch und Po/Tessin). Von allen fünf Hauptarten gibt es zahlreiche lokale Formen.

    Forellen gehören zu den Lachsfischen; erste Vertreter der Art lebten es laut der Mitteilung bereits zu Zeiten der Dinosaurier in europäischen Flüssen. Bis ins 20. Jahrhundert konnten Forellenfischer mindestens teilweise von ihrem Einkommen leben. Seit den 70er Jahren sind die Fangerträge jedoch stark zurückgegangen.

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    Bachforellen brauchen saubere Flüsse. Doch diese suchten sie im letzten Sommer vergebens. Bild: iStock/ ElChocio - Community

    Forellen sind schnelle Schwimmer und Jäger und fressen, was sie bewältigen können. Auch können sie sich ihren Lebensbedingungen gut anpassen.

    Die rund 5000 Eier, die die Weibchen in ein Kiesbett legen, werden von mehreren Männchen befruchtet. Nur die stärksten der geschlüpften Jungfische überleben. Die Forelle wird gerne gegessen.

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