Flughafen Genf

    Flughafen Genf führt 2025 Gebühren bei Verspätungen ein

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Der Flughafen Genf plant eine Gebühr gegen nächtlichen Fluglärm. Wer nach 22 Uhr abhebt, muss zahlen.

    Flughafen Genf
    Wer am Flughafen Genf ab 2025 nach 22.00 Uhr abfliegt, muss eine Abgabe bezahlen. (Archivbild) - Keystone

    Der Flughafen Genf will nächstes Jahr ein Quotensystem gegen Lärmemissionen lancieren. Wer nach 22.00 Uhr abfliegt, muss eine Abgabe bezahlen. Der seit 2023 laufende Test des Systems führte zu weniger Verspätungen, wie Flughafen-Chef André Schneider sagte.

    Bei Europaflügen liegt die Abgabe zwischen 5000 und 20'000 Franken, bei Interkontinentalflügen zwischen 10'000 und 40'000 Franken. Das sagte der Generaldirektor des Flughafens Genfs in einem am Mittwoch online publizierten Interview mit CH Media.

    Der Genfer Flughafen teste das System seit letztem Jahr noch ohne Gebühren. Die Zahl der verspäteten Abflüge sei seither stark gesunken. «Nach der offiziellen Lancierung 2025 werden deshalb praktisch keine Abgaben mehr fällig sein», sagte Schneider.

    Anpassung von Betriebsreglement ermöglicht Quotensystem

    Die Fluggesellschaften hätten ihre Flugpläne entsprechend angepasst. Der Fluglärm sei gesunken, sagte Schneider. «Manchmal braucht es nun mal das Androhen der Peitsche statt des Zuckerbrotes», sagte der Direktor vom Airport.

    Möglich wird das Quotensystem durch eine Änderung des Betriebsreglements. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) genehmigte das neue Reglement im November 2022. Es legt unter anderem eine zulässige Lärmgrenze fest und führt ein Quotensystem für verspätete Flüge nach 22.00 Uhr ein.

    Der neue Wert begrenzt den maximal zulässigen Fluglärm, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt 2022 mitteilte. Der Flughafen sei verpflichtet, die Einhaltung der Lärmkurven jährlich zu überprüfen.

    Ein Oppositionskomitee störte sich unter anderem daran, dass die Bevölkerung in der Region durch das neue Reglement einer zu hohen Lärmbelastung ausgesetzt werde. Das Komitee reichte Anfang 2023 eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein.

    Kommentare

    User #4306 (nicht angemeldet)

    Das macht pro Passagier zwischen c.a. 100 und 300 Franken Nachtzuschlag. Meine Empfehlung: Nutzen Sie den französischen Sektor, falls die Franzosen diese Abzocke nicht mitmachen.

    User #4306 (nicht angemeldet)

    Machen Europaflüge weniger Lärm beim Abheben als Interkontinentalflüge? Was auch immer. Diese Abzocke zahlt mal wieder der Passagier.

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