Wegen immensen Umsatzverlusten spricht sich der Fitness- und Gesundheitscenter Verband gegen eine Zertifikats-Pflicht aus. Der Vorschlag sei lückenhaft.
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Die Fitnesscenter dürfen ab Montag trotz steigenden Zahlen der Infektionen mit dem Coronavirus wieder öffnen. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bundesrat hat einen Vorschlag zur Zertifikats-Pflicht für Fitnesscenter gemacht.
  • Der Verband für Fitnesscenter spricht sich nun klar dagegen aus.
  • Die finanziellen Einbussen seien so nicht weiter tragbar.

Gegen eine Covid-Zertifikats-Pflicht spricht sich der Schweizerische Fitness- und Gesundheitscenter Verband aus. Die vom Bundesrat am Mittwoch in die Vernehmlassung gegebenen Vorschläge seien lückenhaft, und die finanziellen Konsequenzen würden neue Härtefallzahlungen erfordern.

Umsatzverlust von bis zu 50 Prozent

Seine Branchen hätten gemäss letztem Branchenreport von 2020 1,4 Milliarden Franken Umsatz gemacht. Sodass mit einem Gesamtschaden von 560 Millionen Franken zu rechnen sei, schreibt der Verband in einer Mitteilung vom Sonntagabend weiter.

Der Verband warnt vor einem finanziellen Abgrund: Die Zeit von März 2020 bis Sommer 2021 sei geprägt gewesen von einem Umsatzverlust von 20 bis 50 Prozent. Damit könnten die Fixkosten nicht mehr gedeckt werden. Mit der geplanten Zertifikats-Pflicht breche der Umsatz noch einmal um 20 bis 40 Prozent ein.

Coronavirus
Das Covid-Zertifikat auf einem Smartphone. - keystone

Verband fordert Neuauflage der Covid-19-Kredite

Das werde zum Konkurs der Unternehmungen führen, schreibt der Verband weiter. Nur eine sofortige staatliche Hilfe in Form von nicht rückzahlbaren Beiträgen für die ungedeckten Kosten könnten dies verhindern.

Als Sofortmassnahme, bis die Bedingungen für die nicht rückzahlbaren Beiträge definiert sind, müssten Liquiditätshilfen vorgesehen werden. Mit einer Neuauflage der Covid-19-Kredite, die dann mit den nicht rückzahlbaren Beiträgen für die ungedeckten Fixkosten verrechnet werden.

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