Fernsicht adé! Saharastaub zieht über die Schweiz

Sonnenschein – doch die Fernsicht in vielen Schweizer Regionen wird immer schlechter. Grund dafür ist der Saharastaub.

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Gute Pistenverhältnisse an der Lenk, Fernsicht hat es aufgrund des Saharastaubs schon bessere gegeben... (13.30 Uhr) - Webcam Adelboden/Lenk

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Staubwolke aus der Sahara rollt über die Schweiz.
  • Bereits jetzt trübt der Saharastaub die Fernsicht vielerorts.

Der Frühling lässt sich so schnell nicht mehr vertreiben. Dieser bringt aber nicht nur viel Sonnenschein und Temperaturen bis zu 18 Grad mit. Auch Saharastaub wird zum Thema.

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Auch aus dem Nau.ch-Büro in Liebefeld BE war die Aussicht schon besser. - Nau.ch

Im Westen gibt es schon besonders viel Saharastaub in der Luft, hält der Wetterdienst Meteonews am Donnerstagmittag auf X fest.

Am Morgen war der Saharastaub auch schon im Gebiet Zermatt sichtbar. Auch viele andere Webcams zeigen diesige Luft, zum Beispiel jene im Berner Oberland.

Staub aus Marokko in der Schweiz

Dass die Fernsicht immer schlechter wird, daran ist das Tief «Regina» über Marokko schuld. Bis Freitag verlagert es sich nach Südspanien.

Roger Perret von «Meteonews» schreibt in einem Blog-Beitrag: Bei uns in der Höhe stellt sich heute eine südwestliche, am Freitag dann eine südöstliche Strömung ein. «Mit dieser wird in Nordafrika aufgewirbelte und mit Saharastaub angereicherte Luft allmählich bis zu uns verfrachtet.»

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Eines von verschiedenen Modellen: Die Grafik zeigt den Staubgehalt über Europa am Freitagmorgen um 7 Uhr. In Frankreich ist die Konzentration höher als in der Schweiz. - Copernicus Atmosphere Monitoring Service

Am Freitag dürfte dann in der ganzen Schweiz recht viel Saharastaub in der Luft vorhanden sein.

Gut für alle, die am Wochenende oder nächste Woche die Aussicht geniessen wollen: Die Konzentration dürfte dann langsam wieder abnehmen, schreibt Perret.

Wie ist die Aussicht bei dir zuhause?

Es ist Saharastaub-Saison

Saharastaub gibt es in der Schweiz mehrmals im Jahr. Am meisten zwischen März und Juni sowie im Oktober und November.

Das zeigen Messungen von Meteoschweiz auf dem Jungfraujoch. Insgesamt wird am Jungfraujoch an zwischen 200 und 650 Stunden im Jahr Saharastaub in der Luft nachgewiesen.

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Im Vorfeld eines Tiefs über der Iberischen Halbinsel bringt eine südöstliche Höhenströmung am Freitag Saharastaub zu uns. Ab heute wird die Fernsicht schlechter und schlechter. - MeteoNews, UBIMET

Laut Meteoschweiz setzt die Sahara jährlich zwischen 60 und 200 Millionen Tonnen Staub frei. Während die grösseren Partikel rasch wieder zu Boden fallen, können die kleineren Tausende von Kilometern weit getragen werden. Und ganz Europa erreichen.

Kommentare

User #1094 (nicht angemeldet)

Ab ca. Mitte März gilt es wieder Wintersachen bereithalten !

User #9833 (nicht angemeldet)

gesteuert wird der Staub von KI

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