Saharastaub trübt die Sicht über der Schweiz

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Bern,

Saharastaub trübt in der Schweiz die Sicht. Ein Tiefdruckgebiet hat den Wüstensand aufgewirbelt und schickt ihn nun quer über das Land.

Oft erreicht Saharastaub im Frühling die Schweiz - so wie auf diesem Bild am 15. März 2022 die Stadt Luzern. (Archivbild)
Oft erreicht Saharastaub im Frühling die Schweiz - so wie auf diesem Bild am 15. März 2022 die Stadt Luzern. (Archivbild) - KEYSTONE/URS FLUEELER

Im Westen gebe es schon viel Saharastaub in der Luft, hielt der Wetterdienst Meteonews am Donnerstagmittag auf der Plattform X fest. Im Osten sei die Sicht noch gut, das werde sich aber im Laufe des Nachmittags ändern.

Laut Vorhersagen des Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) wird die Saharastaubkonzentration in der Schweiz am Freitag ihren Höhepunkt erreichen.

Verantwortlich für das Phänomen ist das Tiefdruckgebiet «Regina», das sich über Marokko befindet. Starke Winde wirbeln dort grosse Mengen an Staub auf, der in höhere Luftschichten gelangt und mit der Höhenströmung nach Mitteleuropa transportiert wird.

Saharastaub gibt es in der Schweiz mehrmals im Jahr – am meisten zwischen März und Juni sowie im Oktober und November, wie Messungen von Meteoschweiz auf dem Jungfraujoch zeigen. Insgesamt wird am Jungfraujoch an zwischen 200 und 650 Stunden im Jahr Saharastaub in der Luft nachgewiesen.

Laut Meteoschweiz setzt die Sahara jährlich zwischen 60 und 200 Millionen Tonnen Staub frei. Während die grösseren Partikel rasch wieder zu Boden fallen, können die kleineren Tausende von Kilometern weit getragen werden und ganz Europa erreichen.

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