Ein Segelflieger ist über dem Kanton Freiburg fast mit zwei Militärjets kollidiert. Erst in letzter Sekunde konnten die Piloten den Unfall verhindern.
Ein Kampfjet fliegt bei klarem Wetter. (Symbolbild).
Ein Kampfjet fliegt bei klarem Wetter. (Symbolbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Jahr 2016 kam es in Düdingen FR fast zu einer Kollision im Luftraum.
  • Ein Segelflieger stiess wegen eines fehlenden Transponders fast mit Militärjets zusammen.
  • Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der SUST.

Weil ein Segelflieger ohne eingeschalteten Transponder unterwegs war, kam es 2016 über Düdingen FR fast zu einem Zusammenstoss mit zwei Militärjets. Zu diesem Schluss kommt die Unfalluntersuchungsstelle SUST in einem am Freitag veröffentlichten Bericht.

Die SUST weist darauf hin, dass es wegen der hohen Geschwindigkeit für Kampfjetpiloten schwierig ist, andere Luftfahrzeuge rein visuell rechtzeitig zu erkennen.

Umso wichtiger ist deshalb die Aufgabe des militärischen Flugverkehrsleiters, der die Piloten rechtzeitig warnt.

Piloten sahen einander in letzter Sekunde

Dies kann er aber nur, wenn er weiss, wo sich andere Luftverkehrsteilnehmer befinden. Hier kommt der Transponder ins Spiel. Mit dessen Signal kann die Flugverkehrsleitung ein Luftfahrzeug identifizieren und lokalisieren.

Der Segelflieger, der am 28. Juli 2016 in Saanen losgeflogen war, hatte laut SUST keinen eingeschalteten Transponder an Bord. Die Kampfjets steigen vom Militärflugplatz Payerne auf.

Erst in letzter Sekunde sahen die Piloten einander. Der Segelflieger leitete ein Ausweichmanöver nach unten ein, während der eine Kampfjet nach oben auswich. Der zweite Jet überflog das Geschehen. Die geringste Annäherung der Jets an das Segelflugzeug betrug horizontal 30 Meter, vertikal 45 Meter.

Transponderobligatorium fehlt

Der Beinahezusammenstoss ereignete sich in einem Luftraum der Klasse E mit «Mischverkehr». Dort gilt das Prinzip «sehen und ausweichen». In der Vergangenheit kam es laut SUST immer wieder zu gefährlichen Annäherungen in solchen Lufträumen. «Häufig waren dabei Luftfahrzeuge involviert, die zwar mit einem Transponder ausgerüstet waren, dieser aber aufgrund eines fehlenden Transponderobligatoriums nicht eingeschaltet war», heisst es im SUST-Bericht.

Die Unfalluntersuchungsstelle hat bereits 2017 eine Empfehlung für die Nutzung von Transpondern abgegeben.

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