Der mit 25‘000 Franken dotierte Forschungs-Förderungspreis der Epilepsie-Liga 2021 teilen sich Georgia Ramantani vom Unispital Zürich und Frédéric Zubler vom Inselspital Bern. Beide erhalten die Auszeichnung für ihre Forschung, die sich mit Hirnstrommessungen befasst.
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Das Inselspital in Bern. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Georgia Ramantani untersucht in ihrem Projekt, in welchen Schlafstadien bei Kindern hochfrequente Schwingungen im Gehirn auftreten.

Sie gelten als vielversprechende Biomarker für eine genauere Diagnose und gezieltere Behandlung von Kindern mit Epilepsie, wie die Epilepsie-Liga am Dienstag mitteilte.

Der am Inselspital tätige Frédéric Zubler möchte in seinem Projekt einen selbstlernenden Algorithmus entwickeln, der Medizinerinnen und Mediziner dabei unterstützt, Kurven von Hirnstrommessungen zu interpretieren. Bisher sei dies zeitintensiv, da jede Elektroenzephalografie-Messung einzeln ausgewertet werden müsse, hiess es in der Mitteilung.

Der «Alfred-Hauptmann-Preis» geht dieses Jahr an Maxime Baud (Bern) und Timothée Proix (Genf). Geehrt werden sie für eine im Fachmagazin «Lancet Neurology» erschienene Publikation, in der sie eine Art «Wettervorhersage» für Epilepsiebetroffene beschrieben haben, um epileptische Anfälle im Voraus zu erkennen.

Die länderübergreifende Auszeichnung ist mit 10'000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre durch die Deutsche und Österreichische Gesellschaft für Epileptologie und die Schweizerische Epilepsie-Liga vergeben.

Die Auszeichnungen werden an der Jahrestagung der Epilepsie-Liga in Basel am 19. August verliehen.

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