Nächstes Jahr sollen die Strompreise deutlich ansteigen: Die Energieversorger sprechen von einer Erhöhung von 20 Prozent.
Strom
Eine Hochspannungsleitung bei Sarnen im Kanton Obwalden. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/URS FLUEELER

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Energieversorger sagen eine Strompreiserhöhung von 20 Prozent voraus.
  • Grund für den deutlichen Anstieg ist der russische Angriffskrieg auf die Ukraine.

Die Strompreise steigen im kommenden Jahr um 20 Prozent und mehr. Damit rechnet die Hälfte der Energieversorgungsunternehmen. Auf einen 5-Zimmerhaushalt kommen im Jahr 2023 somit 180 Franken Mehrkosten zu. Einer der Gründe dafür ist der Krieg in der Ukraine.

Für Gewerbebetriebe, zum Beispiel eine grosse Bäckerei oder einen Gastrobetrieb, ist im kommenden Jahr mit Mehrkosten von rund 6000 Franken zu rechnen.

Dies geht aus einer Umfrage des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) unter seinen Mitgliedern hervor, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Die Umfrage sei als erste Einschätzung zu verstehen, da die Beschaffung teilweise noch nicht abgeschlossen sei.

Höhere Brennstoffpreise

Die Strommarktpreise seien 2021 unter anderem aufgrund höherer Brennstoff- und CO2-Preise sowie Kraftwerksausfällen und -abschaltungen stark angestiegen. Diese Entwicklungen hätten dazu geführt, dass die Strompreise an den Grosshandelsmärkten Ende 2021 die mit Abstand höchsten Werte seit 13 Jahren erreichten. Mit dem Krieg in der Ukraine verschärfe sich die Preissituation noch.

AKW Mühleberg
Das AKW Mühleberg. - Keystone

Allerdings steigen die Strompreise laut VSE nicht einheitlich, sondern sind von Energieversorgungsunternehmen zu Energieversorgungsunternehmen verschieden. Das hänge davon ab, ob Strom mehrheitlich über Eigenproduktion bezogen oder am Markt beschafft wird.

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Vier von fünf Unternehmen gaben in der Umfrage an, Strom mehrheitlich am Markt zu beschaffen, wobei die Hälfte diesen langfristig einkauft. Die am Markt tätigen Energieversorgungsunternehmen gehen davon aus, die Strompreise stärker erhöhen zu müssen als jene, die hauptsächlich aus Eigenproduktion beziehen.

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