Der Baubeginn für den geplanten Neubau des Kantonsspitals Aarau verzögert sich wegen einer einzigen Einsprache. Nun sollen Gespräche eine Einigung bringen.
Aargau
Das Aargauer Kantonsspital. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Baubeginn für den Spital-Neubau in Aarau verzögert sich.
  • Ursache für den vorläufigen Stopp ist eine einzige Beschwerde.
  • Dem Projekt «Dreiklang» droht ein langer juristischer Konflikt.

Dem Projekt «Dreiklang» des Kantonsspitals Aarau (KSA) steht eigentlich nichts mehr im Weg. Die Finanzierung des 569-Millionen-Baus ist gesichert, der Baustart könnte sofort erfolgen. Eine einzige Einsprache verhindert jedoch den Beginn der Arbeiten, wie die «Aargauer Zeitung» heute berichtet.

Demnach sind die Beweggründe des Einsprechers nicht im Detail bekannt. Aus rechtlichen Gründen darf seine Identität nicht veröffentlicht werden. Gemäss der Zeitung müsse er aus dem betroffenen Quartier stammen und aufgrund der ihm drohenden Zahlungen vermögend sein.

Hanspeter Thür
Hanspeter Thür bei einer Medienkonferenz im Jahr 2015. - Keystone

Hanspeter Thür, der zuständige Stadtrat, sagt gegenüber der «AZ» zum Inhalt des Konflikts: «In der Beschwerde wird hauptsächlich behauptet, der Neubau des KSA habe zusammen mit dem geplanten Parkhaus für Mitarbeitende eine bedeutende Verkehrszunahme im angrenzenden Quartier zur Folge.»

Verzögerung von bis zu einem Jahr droht

Das Projekt hatte die Baubewilligung vom Stadtrat Aarau am 29. März erhalten. Drei Einsprachen waren damals abgewiesen worden. Während sich zwei Gegner aus dem Streit zurückzogen, hatte ein Einsprecher die Entscheidung angefochten.

Bundesgericht Lausanne
Das Bundesgericht in Lausanne. Wegen der Beschwerde droht dem Kantonsspital Aarau ein langwieriger juristischer Streit. - Keystone

Wie die Zeitung weiter schreibt, suchte das Spital bereits das Gespräch mit dem Beschwerdeführer. Eine Einigung konnte jedoch bisher nicht erzielt werden. Für diese Woche sollen weitere Verhandlungen angesetzt sein. Ohne positives Ergebnis könnte es bis zur Behandlung der Beschwerde zu einer Verzögerung von bis zu einem Jahr kommen.

Eine weitere Möglichkeit wäre, der Einsprache die aufschiebende Wirkung zu nehmen, um sofort mit dem Neubau starten zu können. Dies könnte der Regierungsrat beschliessen. Allerdings droht in dem Fall ein juristisches Hickhack bis vor das Bundesgericht.

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