Ebola-Rücktransport: Wer bezahlt die Rechnung?
Eine mit Ebola infizierte Schweizerin ist zu Wochenbeginn unter hohem Aufwand aus Nigeria in die Schweiz zurückgeholt worden. Eine solche Rückholaktion ist mit hohen Kosten verbunden. Aber wie hoch sind diese genau? Und wer trägt sie?

Die genauen Kosten der Repatriierung sind nicht bekannt. Die Rega schreibt auf ihrer Internetseite, dass ein Rücktransport mit dem Ambulanzjet aus Thailand mehr als 100'000 Franken kosten kann. Für einen Transport aus Spanien nennt sie rund 30'000 Franken. Der zusätzliche Aufwand für die Isolation der Ebola-Patientin und die anschliessende Dekontamination des Flugzeugs dürfte die Kosten weiter erhöht haben.
Auch die Antwort auf die Frage, wer dafür aufkommt, ist komplex. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) teilt auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit, dass die Kostenübernahme nach einer dreistufigen Prioritätenordnung erfolgt:
Zunächst kämen die Versicherungen der betroffenen Personen zum Einsatz. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt solche medizinischen Rücktransporte aus dem Ausland grundsätzlich nicht, heisst es vom Krankenkassenverband prio.swiss auf Anfrage von Keystone-SDA. Zusatz- oder Reiseversicherungen können die Kosten hingegen decken.
Ist auch dies nicht gegeben, prüft laut BAG der Arbeitgeber, ob im Rahmen seiner Fürsorgepflicht eine Beteiligung an diesen Kosten gerechtfertigt wäre.










