Die Reuss erholt sich nach dem Hochwasser allmählich. Der Wasserstand ist nach den letzten Sonnentagen sichtlich gesunken, wie die Drohnenbilder zeigen.
So sehen die Pegelstände eine Woche nach den Überschwemmungen aus. - Nau.ch/Drone-Air-Media.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Wasserpegel der Reuss ist in den letzten Tagen sichtbar gesunken.
  • Noch deutlicher ist der Rückgang beim Abfluss.
  • Zwischen den Vorher-Nachher-Drohnenbildern liegen genau sieben Tage.

Seit dem Wochenende erleben wir die langersehnte Regenpause. Die Hochwassergefahr sinkt zunehmend, schweizweit gilt an keinem Gewässer mehr die höchste Gefahrenstufe 5.

Allerdings sinken die Pegelstände nur sehr langsam. Der Video-Vergleich zeigt, dass etwa an der Reuss zwar ein Unterschied zum letzten Wochenende erkennbar ist. Doch vor allem beim Reussegger Renaturierungsgebiet ist zu erkennen, dass sich die Lage noch nicht normalisiert hat.

So sahen der Wasserstand an der Reuss vor einer Woche aus. - Nau.ch/Drone-Air-Media.ch

Der blosse Augenschein trügt jedoch, denn wenige Zentimeter können bei einem Hochwasser entscheidend sein. Ein Meter Pegel-Unterschied macht bei der Messstation Mellingen den Unterschied zwischen keine Gefahr und der zweithöchsten Gefahrenstufe aus.

Am Tag der frühen Aufnahmen (15. Juli) stieg der Wasserstand bis 347,09 Meter an. Nun liegt er bei 345,98 Meter. Beim Abfluss hingegen ist die Differenz gewaltig. Der Rückgang gegenüber dem Höchstwert von 683 Kubikmeter pro Sekunde beträgt ein Drittel.

Die Lage bleibt jedoch angespannt, denn am Wochenende kommt es in der Schweiz zu weiteren Gewittern. Laut Prognosen ist am Samstag insbesondere der Norden, am Sonntag vor allem der Süden betroffen. Die erneuten Regenfälle könnten auch einen Einfluss auf die Hochwasser-Situation haben.

Mehr zum Thema:

Hochwasser Unwetter