Stadt Zürich

    Diverse NGO halten «Anti-Chaoten-Initiative» für rechtswidrig

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Organisationen wie Amnesty, Greenpeace und Operation Libero stellen sich gegen die Anti-Chaoten-Initiative.

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    Demonstrationen sollen im Kanton Zürich bewilligungspflichtig sein, fordert die «Anti-Chaoten-Initiative». - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit der Anti-Chaoten-Initiative will die SVP unbewilligte Demos unterbinden.
    • Verschiedene NGO positionieren sich vehement gegen den Vorstoss.
    • Die kantonale Zürcher Initiative würde gegen geltendes Recht verstossen.

    Organisationen wie Amnesty, Greenpeace oder Operation Libero haben sich vehement gegen die Anti-Chaoten-Initiative gestellt. Die kantonale Zürcher Initiative würde gegen geltendes Recht verstossen, hiess es.

    Das Recht auf friedliche Versammlung sei geschützt, sagte Patrick Walder von Amnesty am Dienstag vor den Medien. Auch wenn eine Demonstration nicht bewilligt sei, aber friedlich bleibe, sei dieses Recht geschützt.

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    Patrick Walder, Kampagnenleiter Amnesty International. - zvg / Tom Huber

    Amnesty führte eine rechtliche Analyse durch. Demnach verstosse eine generelle Bewilligungspflicht für Demonstrationen gegen das Völkerrecht und die Bundesverfassung. Eine solche Pflicht ist sowohl in der Initiative als auch im Gegenvorschlag vorgesehen.

    Juristen fordern «eindringliches Nein»

    Auch Juristen stellten sich hinter die Forderung nach einem «eindringlichen Nein». Matthias Mahlmann, Professor für öffentliches Recht an der Universität Zürich, meinte, dass «Demokratie eine lebendige, kontroverse, manchmal Geduld und Toleranz fordernde politische Kultur» brauche. Markus Husmann von den Demokratischen Juristen Schweiz sagte, das Politische werde mit der Initiative im Kern angegriffen.

    Sanija Ameti
    Sanija Ameti, Co-Praesidentin Operation Libero. - Keystone

    Für Sanija Ameti, Co-Präsidentin von Operation Libero, ist die Versammlungsfreiheit besonders für Jugendliche und Ausländer ein wichtiges Freiheitsrecht, da diese sonst politisch nicht mitbestimmen könnten.

    Die Rolle des Staates in der Sicherheitsgewährleistung

    Das Abwälzen von Kosten auf Organisatoren oder Teilnehmende habe eine abschreckende Wirkung auf die Meinungs- und Versammlungsfreiheit, wird weiter befürchtet.

    Die Gewährleistung der Sicherheit sei Sache des Staates. Öffentliche Dienstleistungen dürften nicht auf Organisatoren von Demos abgewälzt werden, schreiben die Organisationen.

    Halten Sie die Zürcher Anti-Chaoten-Initiative für zielführend?

    Auch Greenpeace und die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände riefen zu einem Nein auf. Die Abstimmung findet am 3. März statt.

    Die Anti-Chaoten-Initiative der SVP verlangt, dass eine Kostenüberwälzung in jedem Fall zwingend erfolgt. Der abgeschwächte Gegenvorschlag für den sich der Kantonsrat ausgesprochen hatte, sieht eine Rechnung nur an «vorsätzlich handelnde Verursacher» vor.

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