Diese Zürcher Gemeinde will keine Aargauer Schüler mehr
Weiach ZH liegt direkt an der Grenze zum Kanton Aargau. Da die Nachbarn keine eigene Schule haben, hilft man aus. Doch damit dürfte bald Schluss sein.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Zürcher Gemeinde Weiach möchte keine Aargauer Schülerinnen und Schüler mehr.
- Das entschied das Stimmvolk des Ortes am Wochenende.
- Ein zu grosses finanzielles Loch hätten diese in die Gemeindekasse gerissen.
- Verhandlungen soll es jedoch weiterhin für eine Lösung geben.
Das Resultat war deutlich: Am Sonntag stimmte die Gemeinde Weiach ZH über ein regionales Schulabkommen mit benachbarten Aargauer Ortschaften ab.
Dieses ermöglicht Kindern ennet der Kantonsgrenze in Weiach zur Schule zu gehen. Denn Fisibach AG und Kaiserstuhl AG haben selbst keine solche Bildungseinrichtung.
Grosse finanzielle Belastung
Der Vereinbarung, die seit fast 10 Jahren nunmehr gilt, sprach das Weiacher Stimmvolk nun aber die Kündigung aus. 451 Ja-Stimmen standen 195 Nein-Stimmen entgegen.
Somit muss für die Kinder aus dem Aargau eine neue Lösung gefunden werden. Noch drei Jahre können diese in Weiach eingeschult werden.

Hintergrund der Kündigung sind finanzielle Bedenken. Rund ein Drittel aller Kindergartenkinder und Primarschüler in der Zürcher Gemeinde kommt aus diesen Aargauer Ortschaften.
Das Geld, das die Gemeinde für diese bekommt, deckt jedoch nicht die Kosten. Der Betrag pro Kind ist vom Kanton fix vorgegeben. Für das Jahr 2023 gab es ungedeckte Kosten in Höhe von mindestens 263'000 Franken.
Im Aargau braucht es eine neue Lösung
In Fisibach bedauert man diesen Entscheid. «Mit aller grösster Wahrscheinlichkeit» sei es der Gemeinde nicht möglich, jemals wieder eine eigene Schule zu betreiben. Dies erklärt Gemeindeammann Yves Niedermann gegenüber «TeleM1».
Grund dafür seien viele Vorgaben des Bildungssystems. Mit Weiach wolle man eine gute, neue Lösung finden. «Wenn das nicht klappen würde, müssten wir uns intensiv nach neuen Optionen umsehen.» Gemäss dem Lokalsender laufen entsprechende Verhandlungen.








