Der Umsatz des Detailhandels in der Schweiz fiel im April im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Auch im Vergleich zum März nahmen die Einkäufe ab.
Detailhandel
Im April hat der Detailhandel in der Schweiz deutlich weniger Umsatz gemacht. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Umsatz im Schweizer Detailhandel hat im Vergleich zum letzten Jahr stark abgenommen.
  • Letztes Jahr war der Umsatz überdurchschnittlich hoch aufgrund der Lockdown-Aufhebung.
  • Aber auch im Vergleich zum März wurde im April in der Schweiz weniger eingekauft.

Der Schweizer Detailhandel hat im April 2022 im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich weniger umgesetzt. Denn vor einem Jahr hatte die Branche wegen der Aufhebung der Lockdown-Massnahmen noch einen starken Anstieg verzeichnet.

Die um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze fielen im April im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um 5,1 Prozent. Das teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mit. Unter Berücksichtigung der Teuerung, also preisbereinigt, waren es -6,0 Prozent.

Am stärksten zeigte sich der Rückgang im Bereich der Haushaltsgeräte und Textilien. Der Heimwerker- und Einrichtungsbedarf verzeichnete ein nominales Minus von 13,6 Prozent (real -18,1 %). Aber auch Läden mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak verkauften im April deutlich weniger als im Vorjahr. Eine positive Entwicklung zeigte hingegen das Geschäft mit Sportartikeln und Spielsachen.

Minus auch im Vergleich zum Vormonat

Wie bereits im März dürfte sich der Rückgang durch den hohen Wert des Vorjahres erklären. Im März hatte die Statistikbehörde den bereits damals hohen Rückgang damit begründet. Denn im Frühling 2021 wurden die Covid-19-Schutzmassnahmen aufgehoben und die Leute stürmten wieder in die Läden.

Auch gegenüber dem Vormonat März nahmen aber im April die Verkäufe nochmals weiter ab. Dies um 1,2 Prozent nominal sowie real.

Wenn die Tankstellen ausgeklammert werden, ist der Rückgang im Vorjahresvergleich mit 6,5 Prozent (real: -7,1) sogar noch etwas stärker ausgefallen. Die Tankstellen selbst wiesen nominal einen markanten Umsatzanstieg von 16,8 Prozent aus. Real steht jedoch ein Minus von 7,3 Prozent zu Buche.

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