Deshalb macht St. Galler Social-Media-Star Schluss!
Fast zwei Jahre filmte Philipp «Pipo» Boppart Rega-Helikopter und sang dazu ins Handy. Nun zieht er sich zurück: Der Ruhm sei ihm zu viel geworden.

Zwei Jahre lang stand Philipp «Pipo» Boppart am Kantonsspital und filmte Rega-Helikopter. Er sang dazu, freute sich laut und ehrlich. Und genau damit wurde er zur Internet-Bekanntheit mit rund 25’000 Followern. Nun ist Schluss.
Der 45-jährige St. Galler hat alle seine Videos gelöscht und zieht sich von Social Media zurück. Kürzlich kündigte er die Nachricht in einem kurzen Clip auf Instagram an: «Ich verabschiede mich aus persönlichen Gründen von den sozialen Medien.»
Mehr sagte er zunächst nicht. Die Fans reagierten trotzdem sofort. Hunderte Kommentare, in denen sich Pipos Follower fragten: «Wieso?». Ein Follower schrieb gar: «Die Schweiz braucht dich, Pipo! »
Bekanntheit wurde zum Problem
Später erklärte Boppart gegenüber «20 Minuten» und dem «Blick», was hinter dem Rückzug steckt. Seine Videos seien längst nicht mehr nur ein Ostschweizer Phänomen gewesen.

«Meine Videos wurden von New York bis nach Singapur gesehen», sagt er. Nachrichtensender wie NTV hätten sich gemeldet. Ohne Management sei die Flut an Anfragen kaum mehr zu bewältigen gewesen.
«Ich musste die Reissleine ziehen, weil ich weltweit berühmt geworden bin.» Ein Management hatte er zwischenzeitlich. Vier Monate lang, dann war Schluss.
«Eigentlich habe ich alles selber gemacht», sagt Boppart. Die Zusammenarbeit sei «nur Schall und Rauch» gewesen, wie er gegenüber «Blick» sagt.
Andere haben an Pipo verdient
Ein zweiter Grund wiegt für Boppart schwerer als die Bekanntheit: Das Geld. Er habe selbst gefilmt, geschnitten und die Videos auch selber veröffentlicht. Dies sei alles in seiner Freizeit oder in der Mittagspause geschehen.
Bezahlt wurde er kaum. «Ich habe alles aus Spass gemacht und praktisch nichts daran verdient», sagt er. Andere hätten an seiner Reichweite verdient, er selbst nicht.
«Alle anderen verdienen an Pipo, nur ich nicht.» Am meisten zählt für ihn aber die Familie. Ganze freie Tage seien für Videodrehs draufgegangen. Das soll sich nun ändern.
«Die Kinder brauchen den Papi auch noch», sagt Boppart. Ebenfalls kann Pipo seine Fans auch beruhigen: Gesundheitlich gehe es ihm gut.
Auch Spott und negative Kommentare im Netz hätten zum Entscheid beigetragen. «Aber nur eine Nebenrolle gespielt.»
Ganz verschwindet er nicht
Auf Instagram, Facebook und Tiktok bleibt es künftig still um den St. Galler Social-Media-Star. Auf YouTube will Boppart aber weiterhin Rega-Videos hochladen.
Koch- und Singeinlagen wird es dort jedoch keine mehr geben. Und noch eine gute Nachricht: Ein Comeback schliesst Pipo nicht aus.
«Wer weiss, vielleicht kommt Pipo in ein paar Jahren mit etwas ganz Neuem zurück.»
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «St. Galler Nachrichten» erschienen.








