Stadt Zürich

Deshalb gibt's beim HB Zürich keinen Veloweg

Marie Augustin
Marie Augustin

Zürich,

Der Strassenumbau beim Zürcher Hauptbahnhof ist abgeschlossen. Nur der Velo-Fahrstreifen wird trotz Forderung nicht erweitert.

velo zürich bahnhof
Für Velofahrer ist der Weg zum Hauptbahnhof auf 200 Metern besonders brenzlig. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Strassenbereich um den Zürcher Hauptbahnhof wurde renoviert.
  • Ein durchgehender Velostreifen fehlt weiterhin.
  • Der Stadtrat sieht dessen Ausbau als unverhältnismässig.

Am Hauptbahnhof Zürich wurde erfolgreich umgebaut: Behindertengerechte Busstationen und bessere Autospuren warten auf die Besucher.

Die Taxistellplätze wurden zurückversetzt. Nur die Velofahrer schauen in die Röhre – für sie gibt es immer noch keinen Fahrstreifen bis zum Bahnhof.

Nur im Bahnhofsumfeld: 20 Velo-Unfälle in zehn Jahren

Dabei sind die kantonalen und städtischen Richtpläne deutlich: Eine durchgehende Veloroute am Hauptbahnhof gilt als wichtig.

Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, hat Pro Velo Zürich daher beim Tiefbauamt ausdrücklich dafür plädiert, den Velostreifen auszubauen.

Aktuell fehlt die Velospur auf über 200 Metern von Central/Landesmuseum aus Richtung Langstrasse.

Das mit Tempo 50 befahrbare Wegstück wird täglich von rund 14'000 Fahrzeugen passiert. Die knapp geschnittene doppelte Autospur lässt dabei kein Überholen von Velofahrern zu.

Ist ein Velostreifen am Zürcher Hauptbahnhof notwendig?

Die Autofahrer müssen dafür zwischen den Spuren wechseln. Insgesamt kam es um den Bahnhof bereits zu 20 gemeldeten Velo-Unfällen innerhalb der letzten zehn Jahre.

Stadtrat sieht Ausbau als zu teuer und unverhältnismässig

Doch trotz der Richtpläne und des Drängens von Pro Velo Zürich gab der Stadtrat dem Ausbau des Velostreifens nicht statt. Denn hierfür müsste man den Strassenrand um 0,75 Meter Richtung Bahnhof versetzen – und dabei stehen drei Strassenlampen im Weg.

Die Lampen sind an der veralteten Decke des Shop Ville verankert. Diese soll nicht aufgeschlitzt werden, da die Gefahr eines Wasserschadens bestehe.

Der Stadtrat benennt den Ausbau des Velostreifens aufgrund dessen als finanziell und bautechnisch unverhältnismässig. Pro Velo zeigt sich unzufrieden mit dem Entscheid, geht allerdings nicht weiter dagegen vor.

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