Zürcher Stadtparlament will abgetrennte Velowege
Die Stadt Zürich will Velofahrer besser schützen und deswegen abgetrennte Velowege einführen. Das Vorhaben stösst jedoch auf Widerstand.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Stadt Zürich will Velofahrer besser schützen.
- Deswegen will sie abgetrennte Velowege einführen.
- Die Bürgerlichen sehen dieses Vorhaben jedoch als kritisch an.
Die Stadt Zürich plant, das Sicherheitsgefühl der Velofahrer zu verbessern. Die linke Mehrheit im Stadtparlament hat sich dafür ausgesprochen, mehr abgetrennte Velowege einzurichten. Dieses Vorhaben stösst jedoch laut «Tagesanzeiger» auf Widerstand bei den Bürgerlichen, die um Autospuren fürchten.
In Zukunft sollen in Zürich nämlich vermehrt Velowege entstehen, die durch bauliche Massnahmen von der Strasse getrennt sind. Ein Beispiel dafür ist eine erhöhte Spur für Fahrräder auf der Quaibrücke beim Bellevue. Der Gemeinderat hat einem entsprechenden Vorschlag der GLP zugestimmt.
Sven Sobernheim (GLP) sagt auch, dass abgetrennte Velowege die subjektive Sicherheit von Velofahrern stark erhöhen würden. Untersuchungen zeigen, dass sich über neun von zehn Personen auf solchen Wegen sicher fühlen.
Kritik an «Velokratie»
Auf Seiten der Bürgerlichen gibt es aber Kritik am Vorhaben. Sie sprechen von «Velofetischismus» und «Velokratie». Ihrer Meinung nach fehlt an vielen Orten in Zürich schlichtweg der Platz für abgetrennte Radwege. Sie befürchten auch eine Reduzierung des Platzes für Autos.
Ausserdem sollen Velowege künftig bei ÖV-Haltestellen hinter dem Wartehäuschen verlaufen. Dieser Vorschlag wurde bereits vom Rat angenommen. Dies soll Konflikte und Kollisionen verhindern.








