Demokraten rufen US-Bürger in Schweizer Trams zum Wählen auf

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Zürich,

«Democrats Abroad» rufen US-Wahlberechtigte in der Schweiz zur Teilnahme an den Midterms auf. Die Kampagne läuft in Basel, Genf und Zürich.

Demokraten
In Trams und auf Plakaten werben «Democrats Abroad» für die Zwischenwahlen. - Democrats Abroad Switzerland

Das Wichtigste in Kürze

  • Die «Democrats Abroad» werben in der Schweiz um US-Wahlberechtigte.
  • Plakate und Tramwerbung sollen zur Registrierung und Stimmabgabe bei den Midterms motivieren.
  • Das Engagement richtet sich laut Präsidentin Voss stärker gegen Trumps Agenda.

Die «Democrats Abroad», die Schweizer Sektion der Demokratischen Partei, werben in der Schweiz um US-Wahlberechtigte für die Zwischenwahlen im November.

In Trams in Basel und Genf sowie auf Plakaten in Zürich rufen sie amerikanische Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich in ihrem Heimatstaat zu registrieren und abzustimmen, wie SRF berichtet. Die QR-Codes darauf führen zu parteiunabhängigen Wahlinfo-Webseiten.

Bei der Präsidentschaftswahl 2024 lebten laut Bundesangaben fast 32’000 US-Wahlberechtigte in der Schweiz. Etwa die Hälfte davon sind Doppelbürger.

Besonders viele stammen laut Liz Voss, Präsidentin des Basler Ablegers der «Democrats Abroad», aus Kalifornien und Texas und leben in Basel, Genf oder Zürich.

Trump prägt das Engagement stärker

Die «Democrats Abroad» hatten bereits bei den Midterms 2022 im Schweizer ÖV geworben. Laut Voss war grossflächige Werbung im öffentlichen Verkehr die beste Verwendung der verfügbaren Mittel. Heute sei das Engagement stärker von Donald Trump geprägt.

Findest du politische Wahlwerbung aus dem Ausland im Schweizer öffentlichen Raum in Ordnung?

Voss sagt: «Heute wird unser Engagement in der Tat von der Frage geprägt, ob wir Trumps politische Agenda aufhalten können.»

Die aktuelle Kampagne dürfte eine tiefere fünfstellige Summe kosten und wird über Spenden finanziert. Wegen neuer Datenschutzregeln ist bezahlte politische Werbung auf Social Media schwieriger geworden.

Die Midterms finden am 3. November 2026 statt. Dabei werden alle Sitze des Repräsentantenhauses und rund ein Drittel der Sitze im Senat neu vergeben.

Kommentare

User #808 (nicht angemeldet)

===die amis sind mit sich selber viel zu heschãftigt, die wählen nicht, brieflich? siehe oranges neues briefgesetz dass evtl durchkommt==

User #5607 (nicht angemeldet)

Btw: Jeder Post von Trump ist politische Werbung der Republikaner, aber will halt einfach keiner von euch zugeben.

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