Im Jahr 2021 haben sich die Cyberangriffsversuche im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Vor allem Betrugsversuche haben zugenommen.
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Der Bund hat im vergangenen Jahr doppelt so viele Cyberangriffsversuche registriert als 2020. (Themenbild) - sda - KEYSTONE/STR

Das Wichtigste in Kürze

  • 2021 wurden doppelt so viele Fälle von Cyberkriminalität gemeldet wie im Vorjahr.
  • Ein Grund dafür könnte sein, dass das Meldeformular erneuert und vereinfacht wurde.
  • Am häufigsten wurden Betrugsversuche gemeldet.

Im vergangenen Jahr sind dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) rund doppelt so viele Fälle gemeldet worden wie 2020. Bei vielen der gemeldeten Vorfälle handelt es sich allerdings um erkannte Angriffsversuche und nicht um erfolgreiche Angriffe.

Insgesamt sind dem NCSC im Jahr 2021 21'714 Fälle von Cyberkriminalität gemeldet worden. Das schrieb das Zentrum in einem am Donnerstag publizierten Bericht. Im Jahr davor waren es noch 10'833 Fälle gewesen.

Ein Grund für diese starke Zunahme dürfte sein, dass das Meldeformular Ende 2020 erneuert und vereinfacht wurde. Ausserdem ist er seither auch prominenter auf der Startseite platziert. Gleichzeitig habe es aber tatsächlich deutlich mehr Angriffsversuche gegeben.

Starke Zunahme von Drohmails

Am häufigsten wurden gemäss dem neuen Bericht Betrugsversuche gemeldet. Im Herbst 2021 hätten beispielsweise Meldungen zu Drohmails stark zugenommen. Diese täuschten vor, von Strafverfolgungsbehörden zu stammen und die die Bezahlung einer Busse oder Kaution forderten.

Die gut 20'000 registrierten Fälle sind dabei wohl nur die Spitze des Eisbergs. Es sei von einer nicht unerheblichen Dunkelziffer auszugehen, insbesondere bei nicht erfolgreichen Versuchen, schreibt die nationale Cyberbehörde. In der Schweiz besteht keine generelle Meldepflicht.

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