Crans-Montana: Opferfamilien warten noch immer auf ihr Geld
Nach dem tödlichen Bar-Brand in Crans-Montana VS dauert die Aufarbeitung weiter an. Nau.ch informiert im Ticker über die neusten Ereignisse.

Das Wichtigste in Kürze
- In Crans-Montana starben in der Neujahrsnacht 41 Menschen bei einem Barbrand.
- Seither dauert die Aufarbeitung der Tragödie an.
- Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
Bei der verheerenden Brandkatastrophe an Silvester in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana kamen insgesamt 41 junge Menschen ums Leben. Ein 18-jähriger Schweizer ist am Samstag in einem Spital in Zürich verstorben. Zudem erlitten 116 Personen teils schwere Verletzungen.
Mittlerweile wurde das Ehepaar Moretti, dem die Bar gehört, befragt. Der Wirt Jacques Moretti befand sich zeitweise in Untersuchungshaft und wurde kürzlich gegen Kaution freigelassen.
Zudem hat die Walliser Staatsanwaltschaft das Strafverfahren ausgeweitet. Nun gerät auch ein ehemaliger Sicherheitsverantwortlicher der Gemeinde in das Visier der Justiz. Dieser war während der Sicherheitskontrollen von 2018 und 2019 in der Gemeinde Crans-Montana tätig.
Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden:
08.21: Der Kanton Wallis kündigte kurz nach der Brandkatastrophe an, die Opfer und deren Angehörigen finanziell zu unterstützen. Pro Opfer wurden 10’000 Franken in Aussicht gestellt.
Die Opfer der Brandkatastrophe haben laut «Blick» die vom Kanton Wallis zugesagten 10’000 Franken bisher aber noch nicht erhalten.
Das verärgert Leila Micheloud. Ihre beiden ältesten Töchter, Farah (20) und Meissa (18), wurden beim Brand in der Bar «Le Constellation» schwer verletzt und sind noch im Spital. Micheloud sagt gegenüber der Zeitung: «Wir haben die Kosten jetzt, nicht in ein paar Wochen.»

Jérôme Favez, Leiter der Dienststelle für Sozialwesen des Kantons Wallis, sagt der Zeitung, vor den Auszahlungen seien umfangreiche administrative Prüfungen nötig gewesen. Diese Abklärungen hätten viel Zeit in Anspruch genommen.
Inzwischen seien 45 Dossiers abgeschlossen und zur Auszahlung an die kantonale Finanzverwaltung weitergeleitet worden. Laut Favez sollen die Beträge bis Mittwoch auf den Konten der Begünstigten eingehen.
In den verbleibenden Fällen hoffe man, dass alle anspruchsberechtigten Personen, deren Unterlagen bereits vorliegen, die Leistungen bis Ende nächster Woche erhalten.












