Coronavirus: Die meisten Quarantäne-Touris kommen aus Spanien zurück

    Nick Mäder
    Nick Mäder

    Bern,

    Wer aus einem Risikoland zurück in die Schweiz reist, muss wegen des Coronavirus in Quarantäne. Doch woher kommen die meisten Rückkehrer? Nau.ch klärt auf.

    Coronavirus Quarantäne
    Wer aus einem Risikoland in die Schweiz einreist, muss sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • In den letzten Wochen mussten tausende Rückkehrer aus einem Risikoland in Quarantäne.
    • Die häufigste Reisedestination war Spanien, melden verschiedene Kantone.
    • Dahinter folgen Länder aus der Balkan-Region sowie die USA.

    Wer seit dem 6. Juli in ein Risikoland gereist ist, muss bei der Rückkehr in die Schweiz für zehn Tage in Quarantäne. Davon betroffen sind tausende Reisende.

    Allein im Kanton Zürich haben sich in den letzten sechs Wochen rund 16'000 Rückkehrer beim Kanton gemeldet. Die meisten davon seien laut einer Mitteilung aus Spanien, dem Kosovo oder Serbien zurückgereist.

    BAG Risikoländer
    Das BAG passt die Liste der Risikoländer laufend an. Zuletzt wurden unter anderem auch die Balearen auf die Liste gesetzt. - sda - KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

    Bei den Flugpassagieren aus Risikoländern sei es allerdings häufig zu einem Missverständnis gekommen. Rund ein Drittel der überprüften Passagiere habe sich nicht freiwillig beim Kanton Zürich gemeldet. Angeblich wussten viele Personen nicht, dass sie nebst einem Formular des Bundes auch eine Online-Meldung beim Kanton ausfüllen müssen.

    Coronavirus: Spanien-Rückkehrer überholen Balkan-Länder

    Sobald die Formulare dann ausgefüllt sind, profitieren auch andere davon. Da die meisten Rückkehrenden via Zürich reisen, wird die Datensammlung an die betroffenen Kantone weitergegeben. So werden beispielsweise die Personen, die in Bern übernachten oder dort wohnen, dem Kanton Bern aus Zürich gemeldet.

    Flagge Spanien
    Spanien hofft auf 45 Millionen Touristen in der Sommersaison. - pixabay

    Dadurch kann schnell ein Abgleich gemacht werden, ob sich alle Personen gemeldet haben, die in Selbstquarantäne müssen. Im Kanton Bern haben sich – genau wie auch in Zürich – am meisten Reisende aus Spanien gemeldet. Dahinter folgen der Kosovo, Serbien und die USA.

    Kanton Genf: Verdoppelung der Quarantäne-Rückkehrer

    In anderen Kantonen zeichnet sich ein ähnliches Bild. Im Kanton Genf hat sich die Anzahl Personen, die aus einem Risiko-Gebiet zurückgekehrt ist, in der letzten Woche verdoppelt.

    In der Woche 33 (vom 10. bis 16. August) seien rund 2450 Rückkehrer aus einem Risikoland in die Schweiz eingereist. Laut Angaben des Kantons ist Spanien mit knapp 60 Prozent aller Rückkehrer klarer Spitzenreiter.

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    Enttäuschte Mallorca-Touris am Zürcher Flughafen. - Nau.ch

    552 Personen kamen aus dem Kosovo zurück und 109 Personen aus den USA.

    Auch im Kanton Basel-Stadt mischt Spanien ganz vorne mit. Nebst dem beliebten Ferienziel am Mittelmeer seien in den letzten Wochen am meisten Personen aus Länder der Balkan-Region zurückgereist. Auch aus den USA habe es einige Meldungen gegeben.

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