Cassis besprach sich wegen Morettis Freilassung mit Tajani
Der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis hat sich mit seinem italienischen Amtskollegen Antonio Tajani über die Brandkatastrophe in Crans-Montana ausgetauscht. Italien hatte den Botschafter aus Bern abgezogen, nachdem bekannt wurde, dass Barbesitzer Jacques Moretti auf freien Fuss kommt.

«Wie Italien trauert auch die Schweiz um die 40 Opfer und die vielen Verletzten der Tragödie von Crans-Montana. Wir verstehen den Schmerz, denn es ist auch unser Schmerz», beantwortete Cassis auf der Plattform X die heftige Reaktion aus Italien. Man wolle Klarheit und verfolge die Arbeit der Justiz im Kanton Wallis aufmerksam.
Er habe dies am Samstag mit seinem Kollegen Antonio Tajani besprochen, schrieb Cassis weiter. Sie hätten die Bereitschaft der Schweiz und Italiens bekräftigt, sich in dieser gemeinsamen Tragödie gegenseitig zu unterstützen.
Ähnliche Worte wählte auch Tajani. Er habe in einem langen Gespräch erneut die Solidarität der Schweizer Regierung erfahren, sagte der italienische Aussenminister in Rom. Gleichzeitig habe er Cassis erzählt, wie empört das italienische Volk ist.
Italien hatte am Samstagmorgen aus Protest gegen die Freilassung von Jacques Moretti den italienischen Botschafter in Bern zu Gesprächen nach Rom gerufen. Das Walliser Zwangsmassnahmengericht hatte am Freitag beschlossen, Moretti gegen eine Kaution von 200'000 Franken freizulassen.






