Ignazio Cassis

    Cassis bekräftigt Schweizer Unterstützung in der Afghanistan-Krise

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Schweiz will Afghanistan bei der Bewältigung der humanitären Krise unter die Arme greifen. Dies bekräftigt Bundesrat Ignazio Cassis am Donnerstag.

    Uno-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi (links) beim Treffen mit Aussenminister Ignazio Cassis am Donnerstag in Bern.
    Uno-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi (links) beim Treffen mit Aussenminister Ignazio Cassis am Donnerstag in Bern. - sda - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweiz hilft Afghanistan aus der humanitären Krise.
    • Dies bekräftigt Aussenminister Ignazio Cassis am Donnerstag.
    • Anfang September sprach der Bundesrat zusätzliche 33 Millionen Franken.

    Die Schweiz wolle weiterhin tatkräftig mithelfen, um die humanitäre Krise in Afghanistan zu bewältigen. Dies sagte Aussenminister Ignazio Cassis bei einem Treffen mit Uno-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi in Bern.

    Mit 33 Millionen Franken

    Cassis habe Grandi über die zusätzlichen Mittel informiert, die die Schweiz für die Hilfe in Afghanistan zur Verfügung stellen wolle. Dies teilte das Eidgenössische Aussendepartement (EDA) am Donnerstag mit. Der Bundesrat hatte Anfang September einen zusätzlichen Betrag von 33 Millionen Franken beschlossen. Dieser soll dazu dienen, die humanitäre Krise in Afghanistan zu bewältigen.

    Diese zusätzliche Hilfe muss in der kommenden Wintersession noch vom Parlament genehmigt werden. Insgesamt will die Schweiz die Bevölkerung in Afghanistan in den kommenden 16 Monaten mit rund sechzig Millionen Franken unterstützen.

    Uno
    Filippo Grandi, Uno Hochkommissar für Flüchtlinge, fordert Unterstützung. - keystone

    Das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR ist einer der grössten Partner in der humanitären Hilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza). An dem Treffen in Bern nahm auch Deza-Direktorin Patricia Danzi teil.

    Grandi betonte bei dem Treffen mit Cassis, wie wichtig die dringende und nachhaltige Unterstützung der Afghaninnen und Afghanen sei. Sowohl innerhalb des Landes als auch für ins Ausland geflohenen Menschen, wie das UNHCR mitteilte. Grandi begrüsse den Entscheid der Schweiz, zusätzliche Mittel für Afghanistan bereitzustellen.

    Uno betont Wichtigkeit der Resettlement-Programme

    Gleichzeitig habe Grandi bei dem Treffen zum Ausdruck gebracht, wie wichtig die Resettlement-Programme seien. Insbesondere für gefährdete Personen wie Frauen und Kinder in Afghanistan. Dies sei «eine weitere Möglichkeit, Solidarität mit Afghanistan zu zeigen».

    Resettlement bedeutet die Umsiedlung von besonders schutzbedürftigen Menschen aus einem Erstaufnahmeland in ein sicheres Drittland. Beim Resettlement sind Personen bereits vom UNHCR als Flüchtlinge anerkannt, bevor sie in ein anderes Land gebracht werden.

    Flüchtlinge Afghanistan
    Flüchtlinge aus Afghanistan. - Keystone

    Am 7. Oktober hatte Grandi gefordert, dass die europäischen Staaten in den nächsten fünf Jahren 42'500 Resettlementplätze für afghanische Flüchtlinge schaffen sollten. Die Schweiz nimmt dieses Jahr 800 solche Flüchtlinge auf.

    In der vergangenen Herbstsession hatten SP, Grüne und Grünliberale angesichts der humanitären Krise in Afghanistan gefordert, dieses Kontingent zu erhöhen. Justizministerin Karin Keller-Sutter erklärte jedoch, für die Schweiz habe die Hilfe vor Ort Priorität.

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