Am Mittwoch hat das Parlament in Graubünden einstimmig die Durchführung der Special Olympics World Winter Games 2029 bewilligt.
Chur
Die Special Olympics World Wintergames 2017 in Österreich. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Chur finden nur definitiv die Special Olympics statt.
  • Der Kanton Graubünden steuert 9,5 Millionen Franken bei.

Das Bündner Parlament gibt Grünes Licht für die Durchführung der Special Olympics World Winter Games 2029 in Graubünden und Zürich.

Es bewilligte am Mittwoch einstimmig einen Kantonsbeitrag von 9,5 Millionen Franken an den internationalen Sportanlass für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Es ist der zweitgrösste Wintersportanlass der Welt. Das Parlament folgte damit nach engagierter, wohlwollender Diskussion dem Antrag der Regierung.

Die Special Olympics seien für Graubünden in verschiedener Hinsicht ein Gewinn, schrieb diese in ihrer Vorlage: Die Spiele seien eine Wertschätzung für Menschen mit Beeinträchtigung und würden diese in die Gesellschaft einbeziehen. Der Grossanlass bringe aber auch touristische Wertschöpfung.

Special Olympics zum ersten Mal in der Schweiz

Die Spiele für das Jahr 2029 wurden von Special Olympics International (SOI) erstmals an die Schweiz vergeben. Die ausgewählten Orte war schlussendlich Chur, Lenzerheide, Arosa und Zürich. Der Wettkampf findet vom 10. bis 17. März 2029 in Graubünden statt, mit Rahmenprogramm dauern die Spiele 12 Tage.

Menschen mit geistiger Behinderung messen sich dabei in neun verschiedenen Sportarten in Chur, Arosa und Lenzerheide. In Zürich findet die Eröffnungsfeier statt. Unter den Sportarten sind gewohnte olympische Disziplinen wie Ski alpin und Langlauf. Aber auch solche wie Schneeschuhlaufen oder «Eishockey» auf einem Hallenboden sind vertreten.

Spiele werden vom Bund finanziert

Der Anlass gilt laut der Botschaft der Regierung nach den Olympischen Winterspielen als grösster Wintersportanlass der Welt. Es nehmen an die 3100 Sportlerinnen, Sportler und Coaches aus über 100 Nationen teil.

Der vorläufige Zuschlag steht noch unter dem Vorbehalt einer Finanzierungsgarantie. Die Gesamtkosten werden auf 38 Millionen Franken geschätzt.

Finanziert werden die Spiele vom Bund, den Kantonen Graubünden und Zürich und von den Städten Zürich und Chur. Auch die Gemeinden Arosa und Vaz/Obervaz mit der Lenzerheide steuern Beiträge bei. Die Churer Stimmberechtigen bewilligten bereits im Februar für die Austragung der Spiele einen Kredit von 4,25 Millionen Franken.

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