Der Fussgängerstreifen in Aarau, auf dem ein Junge ums Leben kam, soll verlegt werden. Fussgängerinseln soll ihn sicherer machen.
Fussgägner
Auf diesem Fussgängerstreifen kam ein Junge ums Leben. Eine Verlegung ist bereits geplant. - Kantonspolizei Aargau, keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Fussgängerstreifen über die Entfelderstrasse in Aarau soll verlegt werden.
  • Er soll behindertengerecht und sicherer werden.
  • Am Dienstag wurde ein Junge dort von einem Auto erfasst, er starb am Tag darauf im Spital.

Seit Längerem ist geplant, den Fussgängerstreifen über die Entfelderstrasse und die Gleise bei der Haltestelle Binzenhof in Aarau zu verlegen. Nach dem tragischen Unfalltod eines zwölfjährigen Jungen dürfte das nun schneller vonstattengehen.

Am Dienstagmorgen wartete der Junge auf dem Schulweg wie schon unzählige Male, bis der Zug die Gleise freigab. Dann überquerte er das Trassee und betrat den Fussgängerstreifen. Er wurde von einem Auto erfasst und mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Am Tag darauf verstarb er im Spital in Basel.

Verkehrsunternehmen will Fussgängerinseln bauen

Die Gleis- und Strassenüberquerung hat keine Ampelanlage, Fussgänger müssen häufig lange warten. Wie die Kantonspolizei gegenüber der «Aargauer Zeitung» sagt, sei die Stelle aber nicht als Unfallschwerpunkt bekannt. Das Verkehrsunternehmen Aargau Verkehr AG will sie trotzdem verschieben. Nicht nur wegen der Unfallgefahr, sondern auch um sie behindertengerecht zu machen.

Dafür soll die Überquerung rund 70 Meter verschoben werden. Zwischen Gleisen und Strasse sowie in der Strassenmitte sollen Fussgängerinseln gebaut werden. Zudem soll der Bahnübergang mit Barrieren gesichert werden. Der Start der Bauarbeiten ist für April geplant, die Genehmigung fehlt aber noch.