Betrüger ergaunern im Kanton Bern via Fernzugriff Millionen
Seit vergangenem November haben im Kanton Bern Betrügereien zugenommen, bei denen Unbekannte ihre Opfer mit Bedrohungsszenarien unter Druck setzen und via Fernzugriffs-Programme Zugang zum Computer verlangen. Die Täter erbeuteten so bereits mehrere Millionen Franken. Die Polizei warnt.

«Remote Access Scam» also Fernzugriffsbetrug nennt sich diese Masche. Die Täter kontaktieren die Opfer meist telefonisch und geben sich als Angestellte einer Bank, als technische Supportmitarbeitende oder als Polizeikräfte aus.
Mit erfundenen, bedrohlichen Geschichten erschleichen sie sich das Vertrauen der Opfer und erhalten via Fernzugriffssoftware wie etwa Team Viewer, Any Desk oder Screen Connect Zugang zu deren Computer beziehungsweise auf das E-Banking.
Die Betrüger können so die Sicherheitssysteme der Banken umgehen und die Konten ihrer Opfer plündern. Zwischen November 2025 und April 2026 wurden im ganzen Kantonsgebiet mehrere Millionen Franken erbeutet.
Die Polizei warnt, dass keine seriöse Institution jemals die Installation von Fernzugriffs-Software, den Zugang dazu oder Herausgabe von Passwörtern und Sicherheitscodes sowie das Abheben und Bereitstellen von Bargeld verlangt.
Bei Unsicherheit seien solche Telefongespräche sofort abzubrechen und der Polizei zu melden, rät diese.






