Berner Reformierte entscheiden über Finanzierung der Metalchurch

    Keystone-SDA Regional
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    Mitte November entscheidet die Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, ob sie die «Metalchurch» weiterfinanziert.

    Auf Heavy-Metal-Festivals wirken die Fans meist wie ein glückliches Völkchen. Doch viele von ihnen sind an Depressionen erkrankt. Psychologe Nico Rose hat die Szene genauer untersucht.
    Die Entscheidung, ob die «Metalchurch» weiterfinanziert wird, fällt Mitte November. - Daniel Reinhardt/dpa

    Das Parlament der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn entscheidet an seiner Synode Mitte November über die Finanzierung der sogenannten Metalchurch. Es handelt sich dabei nicht um eine territorial organisierte Kirchgemeinde, wie üblich, sondern um eine Personalgemeinde.

    Der 2011 ins Leben gerufenen Metalchurch gehören Menschen an, die sich ein Mitmachen in herkömmlichen Kirchgemeinden «eher nicht vorstellen können», wie die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn in einer Mitteilung vom Montag schreiben. Sie bevorzugen harten Metal-Sound in den Gottesdiensten.

    Die Metalchurch ist in der Öffentlichkeit unter anderem bekannt für ihre seelsorgerischen Angebote an Musikfestivals. Sie wird von einem ordinierten Pfarrer und einer Diakonin sowie weiteren Teammitgliedern geleitet.

    Metalchurch: Eine Gemeinschaft jenseits des Territorialprinzips

    Die Metalchurch unterliegt nicht dem üblichen Territorialprinzip, wonach einer Kirchgemeinden jene Menschen angehören, die in ihrem Perimeter wohnen und Kirchensteuern entrichten. Stattdessen gehören der Metalchurch Menschen mit ganz unterschiedlichen Wohnorten an. Eine Finanzierung im herkömmlichen Sinn ist also nicht möglich.

    Die Synode berät daher über die Assoziierung und dauerhafte Finanzierung der Metalchurch. Stimmt die Synode zu, wäre dies eine erstmalige Ergänzung des bestehenden Territorialprinzips von Kirchgemeinden.

    Die finanzielle Herausforderung und das Budget 2026

    Daneben wird die Synode auch das Budget 2026 beraten. Es rechnet mit einem Aufwandüberschuss von 2,8 Millionen Franken in einem gut 120 Millionen Franken schweren Haushalt. Das Defizit sei im wesentlichen auf den um 2,3 Millionen Franken gekürzten Kantonsbeitrag für «Leistungen im gesamtgesellschaftlichen Interesse» zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung weiter.

    Kommentare

    User #2802 (nicht angemeldet)

    Was die arbeitende Bevölkerung nicht alles finanziert

    User #4665 (nicht angemeldet)

    Metal is religion. Keiner braucht Jesus und Gott....

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