Auf dem Bundesplatz wurde am Morgen des heutigen Abstimmungssonntags der Gitterzaun montiert.
Polizisten und Logistikpersonal montieren den Schutzzaun auf dem Bundesplatz auf.
Polizisten und Logistikpersonal montieren den Schutzzaun auf dem Bundesplatz auf. - sda - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Das Wichtigste in Kürze

  • Einige Massnahmen-Gegner haben in sozialen Netzwerken zu einer Demo in Bern aufgerufen.
  • Die grösseren Protest-Organisationen verbreiteten den Aufruf nicht.

Die Kantonspolizei Bern hat am Sonntagvormittag Schutzmassnahmen rund um das Bundeshaus getroffen. Auf dem Bundesplatz wurde der Gitterzaun montiert, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Auch die Sperrung der Bundesterrasse war vorgesehen.

Der Bundesplatz selber war am Vormittag noch frei zugänglich. Für eine allfällige Schliessung der Zufahrtsstrassen zum Bundesplatz am Nachmittag standen aber Absperrgitter bereit.

«Bedenklicher Tiefpunkt»

Gegner der Corona-Massnahmen hatten in den sozialen Netzwerken zu einer Kundgebung in Bern am Abstimmungssonntag aufgerufen. Die grösseren Protest-Organisationen verbreiteten den Aufruf nicht. Trotzdem gingen die Behörden laut Bundeskanzlei von einem «sehr grossen Mobilisierungspotenzial» aus.

Laut dem Politologen Claude Longchamp ist das Bundeshaus am Sonntag erstmals überhaupt wegen einer eidgenössischen Abstimmung abgeriegelt worden. Das sei ein «bedenklicher Tiefpunkt», schrieb Longchamp im Kurznachrichtendienst Twitter – «auf den Tag 173 Jahre nachdem Bern Bundesstaat wurde».

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