Beizer Chrigu leidet unter falschen Google-Öffnungszeiten
Was Google als Öffnungszeiten angibt, stimmt nicht immer. «Es ist mühsam», sagt Beizenchef Chrigu. 150 Anrufe erhielt er schon deswegen.
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Das Wichtigste in Kürze
- In der Realität weichen die Öffnungszeiten von Beizen oft von jenen auf Google ab.
- Ein Beizer erzählt: Wenn er morgens ankommt, warten die ersten Gäste manchmal schon seit Stunden auf ihn.
- Am besten informiert man sich auf der Homepage, so der Wirt.
Falsche Öffnungszeiten bei Google sorgen immer wieder für Frust – und können Betriebe viel Geld kosten.
Werden Läden oder Restaurants fälschlicherweise als geöffnet angezeigt, stehen Kunden vor verschlossenen Türen. Umgekehrt verpassen sie es, wenn offen wäre.
Wirt Chrigu betreibt das «Chrigus Aarebeizli» in Bannwil BE und hat genau dieses Problem: Die Öffnungszeiten seiner Beiz auf Google stimmen nicht mit den tatsächlichen überein.
Er sagt zu Nau.ch: «Jetzt kann jeder eine Uhrzeit eingeben, und morgen oder übermorgen wird diese übernommen – ohne dass Google mich vorher fragt.»
Die auf Google angezeigten Öffnungszeiten entsprechen nämlich «überhaupt nicht unseren tatsächlichen Öffnungszeiten», betont er.

Diese Situation sei für alle mühsam. Wenn er morgens ankommt, warten oft bereits die Gäste. «Im Internet steht um neun!», sagen die Gäste dann genervt.
Dabei fange er erst um 11.30 Uhr an – das schreibt er auch so auf seiner eigenen Webseite.

Zudem werde dort jeden Morgen das Menü aktualisiert. Das Problem: Viele Gäste schauen nur auf Google und nicht auf der Beizen-Webseite. Doch dort sollten sich die Gäste informieren.
«150 Leute haben angerufen»
Auch an schönen Tagen müsse mal damit rechnen, dass die Beiz geschlossen ist. Schliesslich brauche das Team ab und zu eine Pause, erklärt Chrigu.
Doch auch hier machten die Google-Öffnungszeiten dem Wirt schon einmal einen Strich durch die Rechnung.
Als ein Mitarbeiter zuletzt einen Tag Pause machte und die Beiz geschlossen blieb, endete das im Desaster, wie Chrigu berichtet. «150 Leute haben angerufen und wollten wissen, warum geschlossen ist», sagt er.

Das Team sei klein, und alles werde privat geführt.
Ein weiteres Problem: Viele glaubten, der Platz sei öffentlich. Manchmal, wenn er morgens ankomme, «hocken da schon Leute», erzählt Chrigu. Sie würden nicht verstehen, dass es sich nicht um einen öffentlichen Platz handle.
Selbst Essen und Getränke haben sie dabei, berichtet er. Spreche er die unerwünschten Gäste darauf an, würden sie sich nur wundern. «Ist das normal, dass man eigenes Essen und Getränke mit ins Restaurant nimmt?», frage er dann.
Tagsüber herrscht meist Hochbetrieb. Auch nachts sei es gut besucht, sagt Chrigu und lacht. Immer wieder finde er morgens gebrauchte Kondome – das sei völlig normal.
«Jede Menge. Hier wird halt Liebe gemacht. Es ist ein schöner Platz.»
Die am Baum montierte Überwachungskamera halte die Paare nicht davon ab. Das Material schaue er sich aber nicht an: «Dafür habe ich keine Zeit.»
















