Der Bau des Gotthard-Strassentunnels frisst viel Strom: Insgesamt 650 Gigawattstunden werden verbraucht.
Das Gotthard-Südportal: Dort stauten sich am Pfingstmontag die Rückreisenden aus dem Süden. Der Stau wuchs rasch an, nachdem der Tunnel wegen eines Brandes gesperrt werden musste. (Archivbild)
Das Gotthard-Südportal: Dort stauten sich am Pfingstmontag die Rückreisenden aus dem Süden. Der Stau wuchs rasch an, nachdem der Tunnel wegen eines Brandes gesperrt werden musste. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/KARL MATHIS

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bauarbeiten des Gotthard-Tunnels verbrauchen 650 Gigawattstunden Strom.
  • Mit dieser Menge könnten 150'000 Haushalte ein Jahr lang versorgt werden.

Eine Arbeitsgemeinschaft aus Urner und Tessiner Energieunternehmen hat die Stromversorgung für den Bau des zweiten Gotthard-Strassentunnels installiert. Die Bauarbeiten, die bis 2029 dauern dürften, verbrauchen insgesamt 650 Gigawattstunden (GWh) Strom.

Mit dieser Menge könnten 150'000 Haushalte ein Jahr lang versorgt werden, teilte die Arbeitsgemeinschaft eURaTI am Donnerstag mit.

An ihr sind EWA-energieUri und Azienda Elettrica Ticinese (AET) beteiligt, die den Strom liefern. Von den 650 GWh entfallen 300 GWh auf die Südseite und 350 GWh auf die Nordseite.

Insbesondere für die «energiehungrigen Tunnelbohrmaschinen», die ab 2024 ins Gestein am Gotthard beissen sollen, sind starke Anschlussleistungen nötig. Dafür wurden in Göschenen vier neue Trafostationen gebaut. Auf der Südseite wurden zwei bestehende Stationen saniert und zwei neue gebaut.

Das Schweizer Stimmvolk hat am 28. Februar 2016 Ja gesagt zu einem zweiten Gotthard-Strassentunnel. Die Vorarbeiten für die zweite Röhre begannen im Frühjahr 2020. 2024 sollen die Tunnelbohrmaschinen angeworfen und 2029 die Röhre eröffnet werden.

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