Im Jahr 2025 sollen am Bahnhof in Basel eine Passerelle und ein Perron in Betrieb genommen werden. Das teilten die SBB an einer Medienkonferenz mit.
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Bahnhof Basel SBB. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Basler Bahnhof soll ausgebaut werden.
  • Die SBB planen eine neue Passerelle sowie ein zusätzliches Perron.
  • In Betrieb genommen werden sie voraussichtlich 2025.

Die SBB planen am Basler Bahnhof eine zweite Fussgänger-Passerelle sowie ein zusätzliches Perron. Beide Projekte kosten 180 Millionen Franken. Auf den Fahrplanwechsel 2025 sollen sie in Betrieb genommen werden.

Die neue Passerelle wird zwischen der bestehenden Passerelle und der Margarethenbrücke gebaut, wie die SBB-Verantwortlichen an der Medienkonferenz am Freitag in Basel erklärten.

Die neue Passerelle wird 10 Meter breit und verbindet das Gundeldinger-Quartier auf der Südseite des SBB-Bahnhofs mit der Nordseite.

Viertelstundentakt zwischen Basel und Liestal

Zur Gundeldingerseite hin werden die SBB auch ein zusätzliches Gleis bauen, das «Perron 20». Das Projekt kostet 130 Millionen Franken.

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Ein Zug der SBB. - Keystone

Die angrenzenden 700 Veloabstellplätze unter der heutigen Passerelle bleiben dennoch bestehen und würden doppelstöckig auf 1000 vergrössert, sagte Wolfgang Stolle, Gesamtprojektleiter der SBB. Im Zuge der Gleisausbauten wird auch die schmalere Post-Passerelle beim Peter-Merian-Haus verlängert werden.

Ziel der SBB ist es, zwischen Basel und Liestal einen Viertelstundentakt zu ermöglichen. Die Bauprojekte müssten deshalb zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 betriebsbereit sein.

Viele Arbeiten werden nachts durchgeführt

Die Fussgänger-Passerelle kostet 50 Millionen Franken und ist als zehnjähriges Provisorium gedacht. Danach sollen die Zugreisenden entweder über eine künftige Unterführung oder verbreiterte Margarethenbrücke im Bahnhof geleitet werden. «Langfristig wird es beides brauchen», sagte SBB-Gesamtkoordinator Thomas Staffelbach. Geld sei aber «nur für eines der beiden Projekte vorhanden».

Der Baubeginn von Passerelle, Perron und Gleis soll im Januar 2023 erfolgen. «Es wird Lärmbelästigungen geben» sagte Wolfgang Stolle, insbesondere im Gundeldinger-Quartier. Viele Arbeiten würden nachts durchgeführt.

Das Projektdossier liegt bis am 26. November 2021 in Basel öffentlich auf.

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