Coronavirus

    Basel verschärft Corona-Massnahmen: Restaurants und Clubs schliessen

    Felix Müller
    Felix Müller

    Basel,

    Basel-Stadt reagiert auf die steigenden Corona-Fallzahlen. Der Kanton schliesst Restaurants, Clubs, und Bars. Grosse Einschränkungen gelten auch für den Sport.

    basel corona
    Gastronomie-Betrieb in Basel. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Kanton Basel-Stadt reagiert mit neuen Massnahmen.
    • Betroffen ist der Sport und die Gastronomie.
    • Restaurationsbetriebe und Freizeitaktivitäten in Innenräumen müssen schliessen.

    Während sich die Corona-Situation in der Schweiz langsam zu entspannen scheint, steigen im Kanton Basel-Stadt die Zahlen weiter an. Allein am Freitag wurden im Kanton Basel-Stadt 110 neue Covid-19-Fälle gemeldet. Am Mittwoch waren es sogar 139.

    Coronavirus Kantonszahlen Veränderung
    Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind in 20 von 26 Kantonen zurückgegangen - aber nicht in Basel. - BAG/Nau.ch

    Der Kanton reagiert darum jetzt auf die steigenden Zahlen. An einer kurzfristig angekündigten Pressekonferenz kündete Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger zusammen mit Regierungsratskollege Christoph Brutschin neue Massnahmen an. Sie gelten vorerst ab Montag, bis zum 13. Dezember.

    Lukas Engelberger Lockdown Kantone
    GDK-Präsident und Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger. - Nau.ch

    Gastronomie muss dicht machen bis 13. Dezember

    Der Kanton schliesst sämtliche Restaurationsbetriebe. Davon betroffen sind Bars, Clubs und Restaurants. Ausgenommen sind Schulkantinen, Take-Away, Hotelrestaurants für Hotelgäste sowie die Gassenküche.

    Ebenfalls betroffen ist der Sport. Turnhallen, Hallenbäder, Fitness- und Wellnesszentren sowie Sportanlagen und Stadien müssen schliessen. Ausnahmen gelten für den professionellen Sport und die Primarschule.

    Weiter schliessen Freizeitaktivitäten in Innenräumen. Das betrifft auch Spiel-Casinos und Erotikbetriebe. Ausserdem gilt eine Obergrenze bei Veranstaltungen für 15 Personen.

    Gegenläufige Entwicklung zum Rest der Schweiz

    Engelberger unterstrich erneut dass die Situation in Basel kritisch sei. Wenn man die Überlastung der Spitäler verhindern wolle, müsse man jetzt reagieren. Die neuen Massnahmen sollen den Aufwärtstrend der Neuinfektionen brechen.

    corona ansteckungsorte
    Nur rund ein Drittel aller Ansteckungen am Rheinknie lassen sich zurückverfolgen. - Regierungsrat Basel-Stadt

    Nur rund ein Drittel aller Neuinfektionen lassen sich derzeit in Basel zurückverfolgen. Als Hauptansteckungsort macht die Gesundheitsdirektion nach wie vor die Familie und Freizeit aus. Warum der Trend am Rheinknie aber sich so stark vom Rest der Schweiz unterscheidet, weiss Engelberger nicht.

    Christoph Brutschin versprach den betroffenen Betrieben schnelle und unkomplizierte Lösungen aus dem kantonseigenen Krisenfonds. Es tue ihm sehr leid für die Gastronomie, welche sich nach den Massnahmen im Frühling aufgerappelt hätte und den Baslerinnen und Basler so einen schönen Sommer möglich gemacht hatte. Es sei aber der einzige bekannte Weg, die Infektionsketten zu brechen.

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