Aus den Überresten von Wal Timmy wird Biodiesel

    Die Überreste von Buckelwal «Timmy» werden nun in einer Fabrik in Dänemark verwertet. Einige Knochen kommen ins Museum.

    Timmy
    Die Überreste von Buckelwal «Timmy» wird zu Biodiesel verarbeitet, wie die zuständige Firma bestätigt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nun ist klar: Der Kadaver des Buckelwals Timmy wird in Dänemark zu Biodiesel verarbeitet.
    • Einige Knochen kommen in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in Kopenhagen.

    Nach der Obduktion und dem Transport von Teilen des als «Timmy» bekannten Buckelwals auf das Festland werden die Überreste des Tiers in einer dänischen Fabrik verwertet. Das bestätigte die Firma Daka Dänemark, die sich des Kadavers annimmt.

    In der Fabrik des Unternehmens in Randers werden die Überreste von Walen wie «Timmy» laut einem Sprecher zunächst in drei Bestandteile getrennt. Das Wasser wird gereinigt und in den Fjord geleitet.

    Wal
    Buckelwal «Timmy» wurde für eine Obduktion aus dem Meer gezogen. - Youtube/@News5

    Alles Fett – zum Beispiel aus der Speckschicht des Wals – wird in Biodiesel umgewandelt. Und alles andere – Knochen, Sehnen und Haut – wird zu einer Art Mehl verarbeitet, das als Biomasse zur Verbrennung in einer Zementfabrik endet.

    Der Buckelwal war vor einigen Wochen tot am Strand der dänischen Insel Anholt angespült worden. Die Obduktion des Tiers hatte vergangene Woche ergeben, dass der Wal ein Weibchen war. Die Todesursache blieb dagegen unklar.

    Wal-Knochen kommen ins Museum – der Rest wird verwertet

    Bei der mehrstündigen Untersuchung war der Wal geöffnet und zerteilt worden. Ein Bagger hatte die Kadaver-Teile in vorbereitete Container gehievt. Am Freitag waren die Überreste des Tiers vom Strand entfernt und am Montag abtransportiert worden.

    Manche Knochen des Tiers kommen in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Diese Teile waren bereits am Freitag abgeholt worden.

    Das Tier war ab Ende März mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet. Eine private Initiative hatte den sehr geschwächten Buckelwal Ende April mit einem Lastschiff Richtung Nordsee transportiert und dort später ausgesetzt.

    Rätsel um Timmys Tod: Warten auf die Trackerdaten

    An dem Wal hatte die Initiative einen Tracker angebracht, der an dem Tier entdeckt wurde. Die Trackerdaten sind laut dem Umweltministerium im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern inzwischen erhoben.

    Hast du das Drama um Wal Timmy verfolgt?

    Sie lägen der Initiative vollständig und dem Ministerium in Teilen vor, erklärte eine Sprecherin auf dpa-Anfrage: «Die Daten sollen möglichst zügig abschliessend ausgewertet werden. Sobald dies geschehen ist, wird die Öffentlichkeit über die hieraus folgenden Erkenntnisse informiert.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #2253 (nicht angemeldet)

    Eine unsägliche mehrwöchige Geschichte über einen dem Tode geweihten Wal, der partout nicht sterben durfte. Das zeigt eindrücklich, wozu der Mensch mit seiner Selbstüberschätzung fähig ist.

    User #2636 (nicht angemeldet)

    Dieser Diesel wird unbezahlbar nach diesem sinnlosen Aufwand

    Weiterlesen

    Wal
    4 Interaktionen
    Anholt
    Wal Timmy
    27 Interaktionen
    Obduktion beendet
    Wal
    113 Interaktionen
    «Wird stark stinken»

    MEHR IN NEWS

    6 Interaktionen
    Mainz
    UBS
    3 Interaktionen
    Aktie legt zu
    Lütisburg SG
    Lütisburg SG

    MEHR AUS DäNEMARK

    4 Interaktionen
    Kopenhagen
    zoll
    20 Interaktionen
    Kopenhagen
    Archiv
    397 Interaktionen
    Dänemark
    Telegram spionage russland
    32 Interaktionen
    Warnung